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cbsnews+1al-monitor+1cbsnews+1Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben am Freitag in der heiligen Stadt Mekka ein historisches Abkommen zur kollektiven Verteidigung unterzeichnet. Demnach wird ein bewaffneter Angriff auf eines der drei Länder als Angriff auf alle gewertet, ein Prinzip, das an die Beistandsklausel nach Artikel 5 der NATO erinnert.
Das „Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka“ wurde vom saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem pakistanischen Premierminister Shehbaz Sharif auf dem sogenannten Makkah Al-Mukarramah-Gipfel für gemeinsame Verteidigung unterzeichnet.cbsnews+1
„Das Abkommen soll die kollektive Abschreckung gegen jegliche Aggression stärken und sieht vor, dass jeder bewaffnete Angriff auf einen der drei Staaten als Angriff auf alle gewertet wird“, erklärten das pakistanische Außenministerium und das Kommunikationsdirektorat des türkischen Präsidialamtes in gleichlautenden Stellungnahmen.thehill+1
Der Pakt vereint drei der einflussreichsten militärischen Akteure der islamischen Welt: Saudi-Arabien, einen der weltweit führenden Ölexporteure und Hüter der heiligsten Stätten des Islam, Pakistan, das einzige muslimische Land mit Atomwaffen, und die Türkei, die über die zweitgrößte Armee der NATO und eine schnell wachsende Rüstungsindustrie verfügt.reuters+1
Berichten türkischer Medien zufolge ermöglicht das Abkommen gemeinsame Militärübungen, Ausbildung, Technologietransfer und den Austausch von Geheimdienstinformationen. Ein türkischer Regierungsvertreter beschrieb den Pakt als „rein defensiver Natur“ und betonte, er richte sich „nicht gegen einen bestimmten Akteur“ und stehe anderen Ländern der Region offen. Der saudi-arabische Vize-Minister für öffentliche Diplomatie, Rayed Krimly, erklärte auf X, das Abkommen stelle „keinen Versuch dar, eine militärische Achse oder einen sektiererischen Block zu bilden“, und stehe in keinem Zusammenhang mit nuklearen Ambitionen.apnews+2
Das Abkommen ist das Ergebnis fast einjähriger Verhandlungen, über die Reuters erstmals im Januar berichtete. Es erfolgt vor dem Hintergrund der am 28. Februar begonnenen US-israelischen Militärkampagne gegen den Iran, welche die Sicherheitsrisiken der Golfstaaten offengelegt hat. Saudi-Arabien wurde seit Beginn des Krieges wiederholt vom Iran, dessen Houthi-Verbündeten im Jemen sowie schiitischen Milizen im Irak angegriffen, während der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen gekommen ist.timesofisrael+1
Der Pakt baut auf einem im September 2025 unterzeichneten bilateralen strategischen Beistandsabkommen zwischen Saudi-Arabien und Pakistan auf, in dessen Rahmen Pakistan rund 8.000 Soldaten, Kampfjets, Drohnen und ein Luftverteidigungssystem im Königreich stationiert hat. Der ehemalige pakistanische Botschafter in den USA, Hussain Haqqani, erklärte gegenüber RFE/RL: „Die Türkei verlässt die NATO nicht. Stattdessen baut sie eine parallele Partnerschaft auf, um ihre strategische Flexibilität und Verhandlungsmacht zu stärken.“rferl+1
Das Wall Street Journal News Corp berichtete, das Abkommen sei eine Reaktion darauf, dass Verbündete der USA nach Strategien zur Stärkung ihrer Sicherheit suchen, da Zweifel an der Zuverlässigkeit der amerikanischen Sicherheitsgarantien wachsen. Abdulaziz Sager, Vorsitzender des in Saudi-Arabien ansässigen Gulf Research Center, erklärte, das trilaterale Bündnis „könnte das kollektive diplomatische und verteidigungspolitische Gewicht der drei Länder stärken und gleichzeitig zur Entstehung einer stärker regional geprägten Sicherheitsarchitektur beitragen“.wsj+1
Das Abkommen ersetzt nach Angaben von Regierungsvertretern keine bestehenden bilateralen oder multilateralen Vereinbarungen, einschließlich der NATO-Mitgliedschaft der Türkei.breakingdefense+1