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york+2.york+1.york+1.Ein neues archäologisches Projekt, das diese Woche gestartet wurde, zielt darauf ab, aufzudecken, wie Europas erste Bauern mit Abfällen umgingen, als sie vor etwa 8.000 Jahren zum sesshaften Leben übergingen, und bietet Erkenntnisse, die moderne Ansätze zur Abfallentsorgung neu gestalten könnten.york+2
Die Forschung, die am 24. November von der University of York angekündigt wurde, untersucht eine rätselhafte Praxis: Im Gegensatz zu heutigen Entsorgungsmethoden bewahrten neolithische Gemeinschaften ihren Müll oft in Gruben innerhalb ihrer Gehöfte auf, anstatt ihn wegzubringen. Dieses kontraintuitive Verhalten könnte laut Forschern frühe Konzepte von Eigentum und Recycling offenbaren, die der modernen Abfallwirtschaft um Jahrtausende vorausgingen.independent+2
„Müll in der Nähe des Hauses aufzubewahren, könnte auf ein Gefühl von Eigentum hindeuten – fühlten sie sich für ihren Abfall verantwortlich und entschieden sich deshalb, ihn in der Nähe ihres Zuhauses zu behandeln?“, sagte Professorin Penny Bickle vom Fachbereich Archäologie der University of York. Die Praxis könnte auch darauf hindeuten, dass frühe Bauern verstanden, dass weggeworfene Gegenstände „potenziell wiederverwendet werden könnten“, was westliche Annahmen über die Abfallentsorgung infrage stellt.york+1
Das Projekt mit dem offiziellen Titel „RENEW – From Refuse to Resource“ ist eine Zusammenarbeit zwischen der University of York und der Freien Universität Berlin mit Partnern in Österreich, Polen, Rumänien, Serbien und der Slowakei. Das Team wird, gemeinsam finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Arts and Humanities Research Council, vier archäologische Stätten vom Balkan bis zur Ostseeküste untersuchen.dfg+2
Dr. Bruno Vindrola-Padros von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat Techniken entwickelt, um wiederverwendete Keramik zu identifizieren, was einige der frühesten Formen des Recyclings enthüllt. „Eine mögliche Erklärung für die Aufbewahrung von Abfällen in der Nähe des Hauses ist eine emotionale – diese Besitztümer haben oft eine Bedeutung, die über ihren praktischen Nutzen hinausgeht, wie ihre Einbeziehung in Bestattungsrituale zeigt“, sagte er.york+1
Die Forschung konzentriert sich hauptsächlich auf Keramik, die Jahrtausende überdauert, und Tierknochen, die leichter verrotten. Mithilfe wissenschaftlicher Techniken und digitaler Werkzeuge werden die Forscher die „Lebensgeschichten“ weggeworfener Objekte rekonstruieren, um zu verstehen, wie sich Abfall auf Häuser, Dörfer und den Alltag auswirkte.independent+2
Professorin Henny Piezonka vom Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin betonte die heutige Relevanz: „Heute sehen wir Müll als Problem, aber sahen frühe Bauern das auch so?“ Das Team hofft, dass das Verständnis vergangener Abfallwirtschaftsstrategien zu neuem Denken über moderne Entsorgungsgewohnheiten anregen könnte.miragenews+3