Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

nytimes+1nytimesnytimes+1Jakarta ist mit 42 Millionen Einwohnern zur bevölkerungsreichsten Stadt der Welt geworden und hat damit zum ersten Mal seit Jahrzehnten Tokio überholt, so der am 18. November veröffentlichte Bericht „World Urbanization Prospects 2025“ der Vereinten Nationen. Die indonesische Hauptstadt sprang von Platz 33 in der UN-Rangliste von 2018, als sie 11 Millionen Einwohner hatte, während Tokio mit 33 Millionen auf den dritten Platz zurückfiel. Dhaka, die Hauptstadt von Bangladesch, belegt nun mit etwa 37 Millionen Menschen den zweiten Platz.nytimes+4
Der dramatische Wandel beruht weitgehend auf einer überarbeiteten UN-Methodik, die nun dicht besiedelte informelle Siedlungen einbezieht, die zuvor von offiziellen Zählungen ausgeschlossen waren. Der neue Ansatz, der als „Degree of Urbanization“ bezeichnet wird, definiert Städte als zusammenhängende Ein-Quadratkilometer-Rasterzellen mit einer Bevölkerungsdichte von mindestens 1.500 Einwohnern pro Quadratkilometer und einer Mindestgesamtbevölkerung von 50.000. Für Jakarta identifizierte diese Methodik etwa 30 Millionen zusätzliche Einwohner in informellen Vierteln, den sogenannten Kampungs.axios+3
Der Bericht stellte fest, dass sich die Zahl der Megastädte – städtische Gebiete mit mehr als 10 Millionen Einwohnern – von acht im Jahr 1975 auf 33 im Jahr 2025 vervierfacht hat, wobei sich 19 davon in Asien befinden. Neun der zehn bevölkerungsreichsten Städte der Welt liegen heute in Asien, darunter Neu-Delhi (30,2 Millionen), Shanghai (29,6 Millionen), Guangzhou (27,6 Millionen), Manila (24,7 Millionen), Kalkutta (22,5 Millionen) und Seoul (22,5 Millionen). Kairo, Ägypten, ist mit 32 Millionen Einwohnern die einzige nicht-asiatische Stadt in den Top Ten.un+6
Die UN prognostiziert, dass Dhaka bis 2050 die größte Stadt der Welt sein wird, während für Tokios Bevölkerung ein Rückgang erwartet wird. In Städten leben heute 45 Prozent der 8,2 Milliarden Menschen der Welt, gegenüber 20 Prozent im Jahr 1950.axios+3
Jakartas schnelles Wachstum hat die Belastung der Infrastruktur und den Umweltdruck verschärft. Teile der Stadt sinken aufgrund übermäßiger Grundwasserentnahme und Bodensenkungen ab, wobei Prognosen darauf hindeuten, dass bis 2050 ein Viertel der Stadt unter Wasser stehen könnte. Als Reaktion darauf baut Indonesien eine neue Hauptstadt, Nusantara, in der Provinz Ost-Kalimantan auf der Insel Borneo. Die UN prognostiziert jedoch, dass Jakartas Bevölkerung trotz der Verlegung der Hauptstadt bis 2050 um weitere 10 Millionen wachsen wird.aljazeera+3