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morningstarfxstreet+1fxstreetDie Finanzmärkte preisen nun weitgehend eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die Europäische Zentralbank bei ihrer Sitzung am 10. September ein, was den Einlagensatz auf 2,50% bringen würde. Der Euro bewegte sich am Donnerstag in einer engen Spanne, gebremst durch gegenläufige Erwartungen an eine geldpolitische Straffung sowohl von der EZB als auch von der Bank of England.
Die Marktpreise deuten laut Morningstar auf eine Wahrscheinlichkeit von etwa 90% für eine Erhöhung im September hin, wobei Analysten anmerken, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass die EZB die Zinsen bei der nächsten Sitzung im September auf 2,50% anheben werde. Prognosemärkte spiegeln ähnliche Quoten wider, mit einer Wahrscheinlichkeit von 90,5% für mindestens zwei EZB-Zinserhöhungen um 25 Basispunkte im Jahr 2026, einschließlich Juni und September.morningstar+1
Analysten der Danske Bank erwarten, dass das Protokoll der EZB-Sitzung vom Juli, das nächste Woche veröffentlicht wird, eine Tendenz zu einer Zinserhöhung im September zeigen wird, was von den Märkten bereits vollständig eingepreist ist. Die Bank erklärte, sie erwarte weiterhin nur eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die EZB.tmgm+1
Frische Daten stützten das Argument für eine Straffung. Der deutsche Erzeugerpreisindex stieg im Juli um 3% gegenüber dem Vorjahr und übertraf damit die Erwartungen von 2,7%, was den schnellsten jährlichen Anstieg seit April 2023 markiert. Unterdessen stieg der Leistungsbilanzüberschuss der Eurozone im Juni auf 35,1 Milliarden Euro, nach 25,8 Milliarden Euro im Vormonat, und übertraf damit die Prognosen von 22,1 Milliarden Euro, wie aus von Reuters gemeldeten EZB-Daten hervorgeht.fxstreet+1
Der Euro notierte am Donnerstag gegenüber dem britischen Pfund nahezu unverändert bei etwa 0,8580, da sich die Zinserhöhungserwartungen auf beiden Seiten des Ärmelkanals gegenseitig aufhoben. Die britische Verbraucherpreisinflation stieg im Juli auf 2,9% gegenüber dem Vorjahr, während die Geldmärkte weiterhin eine Zinserhöhung der Bank of England von 3,75% auf 4% bis Jahresende einpreisen.tmgm+1
Die Danske Bank merkte an, dass die britischen Inflationsdaten zusammen mit den schwachen Arbeitsmarktdaten von gestern die Erwartungen für die Bank of England für den Rest des Jahres gedämpft haben.fxstreet
Steigende europäische Erdgaspreise, die mit Versorgungsstörungen im Nahen Osten zusammenhängen, halten die Inflationsrisiken in der gesamten Eurozone hoch und stärken das Argument für weitere Maßnahmen der EZB. Ökonomen der UBS räumten ein, dass die deutschen Erzeugerpreise höher als erwartet waren, warnten jedoch davor, dass nur sehr wenige Ökonomen diese Daten prognostizieren, was darauf hindeutet, dass die Zahlen im Vergleich zu anderen Treibern nur begrenztes Gewicht haben.tmgm+1
Da die EZB-Entscheidung im September nur noch Wochen entfernt ist, bleibt der Euro durch die Straffungserwartungen gestützt, wird aber durch die eigene hawkishe Haltung des Pfunds begrenzt, was EUR/GBP ohne einen klaren Katalysator lässt, um aus seiner aktuellen Spanne auszubrechen.