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wsws+1wsj+1chosun+1Tausende gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter bei Hyundai Motor im südkoreanischen Ulsan haben vom 13. bis 15. Juli einen dreitägigen Warnstreik durchgeführt. Laut dem Wall Street Journal war dies der erste Produktionsstopp in der Automobilindustrie, der direkt mit dem Einsatz humanoider Roboter zusammenhängt. Da die Verhandlungen weiterhin blockiert sind, kündigte die Gewerkschaft eine weitere Runde täglicher vierstündiger Arbeitsniederlegungen vom 20. bis 22. Juli an.meteoraweb+3
Der Konflikt entbrannte, nachdem die Hyundai Motor Group im Januar auf der CES 2026 ihren humanoiden Roboter Atlas vorgestellt und Pläne angekündigt hatte, ab 2028 mehr als 25.000 Einheiten in ihren Werken einzusetzen, beginnend mit der Elektrofahrzeug-Fabrik Metaplant America in der Nähe von Savannah, Georgia. Die Hyundai-Sparte der südkoreanischen Metallarbeitergewerkschaft, die über 39.000 Beschäftigte vertritt, erklärte, dass „kein einziger Roboter“ ohne eine formelle Vereinbarung zwischen Arbeitnehmern und Management in die Produktionslinien gelangen werde.mlq+3
Während des ersten dreitägigen Streiks beendeten die Arbeiter die Tag- und Nachtschichten zwei Stunden früher. Dies beeinträchtigte die Produktion von schätzungsweise 5.000 Fahrzeugen und kostete das Unternehmen laut der Maeil Business Newspaper rund 200 Milliarden Won (134 Millionen Dollar) an entgangenen Einnahmen.straitstimes+1
Der Streit geht über die Angst vor Automatisierung hinaus. Nach 15 gescheiterten Verhandlungsrunden seit Mai fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung des monatlichen Grundgehalts um 149.600 Won, eine Leistungsprämie in Höhe von 30 Prozent des Nettogewinns von Hyundai für 2025, eine Erhöhung der Boni auf 800 Prozent des Grundgehalts, eine Anhebung des Rentenalters von 60 auf 65 Jahre, einen Wechsel von Stundenlöhnen zu Festgehältern sowie formelle Mitspracherechte der Arbeitnehmer bei jedem Einsatz humanoider Robotik.hrkatha+2
Das Hyundai-Management bot stattdessen eine monatliche Gehaltserhöhung von 80.000 Won, eine Leistungsprämie von 350 Prozent des Monatsgehalts, 10 Millionen Won zusätzliche Entschädigung und 15 Unternehmensaktien an: ein Angebot, das die Gewerkschaft ablehnte. Die Arbeiter hatten am 25. Juni mit 86 Prozent für die Streikfreigabe gestimmt.wsws+2
Der Streikausschuss der Gewerkschaft trat am 16. Juli zusammen und bestätigte die Ausweitung auf vierstündige Arbeitsniederlegungen ab dem 20. Juli. Er warnte, dass eine weitere Verschärfung möglich sei, falls sich das Management nicht bewege. Carl Benedikt Frey, ein Wirtschaftswissenschaftler aus Oxford, der zu Automatisierung und Arbeit forscht, erklärte gegenüber dem Wall Street Journal, der Streik sei ein Wendepunkt für die Branche.chosun+3
Die Pattsituation gilt als Testfall für die Arbeitsbeziehungen in einer Ära fortschreitender Robotik. Wie die Gewerkschaft in einem internen Newsletter schrieb: „Wenn sich das Management nicht bewegt, wird eine Richtlinie der nächsthöheren Ebene beschlossen“.chosun