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businesswire.scrippsnews.scientificamerican.Eine SpaceX Falcon 9-Rakete startete am Donnerstag, den 1. Oktober, um 11:32 Uhr PT von der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. An Bord befand sich die Transporter-18-Mitfahrgelegenheit mit 130 Nutzlasten, darunter der erste Prototyp-Satellit für Googles Project Suncatcher, ein langfristiges Projekt zur Untersuchung, ob KI-Rechenzentren eines Tages im Weltraum betrieben werden können. Der Satellit ist der erste, der die Tensor Processing Units (TPUs) des Unternehmens – die Chips, die Google zum Training und Betrieb seiner KI-Modelle verwendet – im Orbit testet.scientificamerican+3
Planet Labs hat das Raumfahrzeug gemeinsam mit Google gebaut. Das Unternehmen teilte am Donnerstagabend mit, dass es den ersten Kontakt mit dem Suncatcher-Prototyp hergestellt und mit der Inbetriebnahme begonnen habe. Auf demselben Flug startete Planet auch den hyperspektralen Satelliten Tanager-2 sowie 18 SuperDove-Bildgebungssatelliten.businesswire
Der kühlschrankgroße Satellit, den Google MVP nennt, enthält vier TPUs. Er soll etwa ein Jahr lang in Betrieb sein und einfache KI-Anfragen beantworten. Die Stromversorgung liegt bei etwa 1 Kilowatt, weshalb die Chips in etwa 15-minütigen Schüben laufen und sich dann abschalten, um eine Überhitzung zu vermeiden.cnn+4
"Bei diesem ersten Start geht es darum zu sehen, was funktioniert, Fehlerquellen zu identifizieren und diese Erkenntnisse auf zukünftige Missionen anzuwenden", sagte Travis Beals, Leiter von Project Suncatcher bei Google, in der Ankündigung des Unternehmens. Vor dem Start testete Google die Chips in einem Teilchenbeschleuniger an der University of California, Davis. Das Unternehmen gab an, die Ergebnisse zeigten, dass die Chips mehr Strahlung standhalten könnten, als sie in fünf Jahren im Orbit erfahren würden. Da im Weltraum keine Luft zur Wärmeabfuhr vorhanden ist, testet der Satellit zudem ein Kühlsystem aus Wärmerohren und Radiatoren.scrippsnews+3
Google plant für 2027 den Start von zwei weiteren Satelliten, um Laserverbindungen zwischen Raumfahrzeugen zu testen. Solche Verbindungen wären notwendig, um Satellitencluster zu vernetzen; das Unternehmen hat Gruppen von 81 Einheiten vorgeschlagen. Ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte Google eine von Fachleuten geprüfte Analyse in der Zeitschrift Joule. Diese schätzt, dass ein einzelner Rechenzentrum-Satellit 50 bis 100 Kilowatt Strom benötigen könnte.tech.yahoo+2
Alphabet ist nicht das erste Unternehmen, das KI-Hardware in den Weltraum bringt. Das Startup Starcloud startete im November 2025 einen Nvidia H100-Chip. SpaceX hat bei der Federal Communications Commission die Erlaubnis zum Einsatz von bis zu 1 Million KI-Rechensatelliten beantragt. Astronomen warnen, dass große Konstellationen dieser Art die Lichtverschmutzung verstärken und das Kollisionsrisiko erhöhen würden.inkl+3
Die Wirtschaftlichkeit ist noch nicht erwiesen. Gegenüber TechCrunch sagte Beals, dass die Startkosten bis 2035 auf etwa 200 Dollar pro Kilogramm sinken müssten. In einem Interview mit NPR erklärte er, er erwarte nicht, dass orbitale Datenverarbeitung innerhalb der nächsten fünf Jahre günstiger sein werde als Berechnungen am Boden.headtopics+1
"Es hilft nicht viel, wenn es technisch möglich ist, aber immer zu teuer bleibt, um praktisch zu sein", sagte Beals.headtopics