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kitcofxstreetfxstreetGold notierte am Dienstag weiterhin über 4 400 Dollar pro Unze, während Analysten der Société Générale eine strukturelle Veränderung im Bullenmarkt des Edelmetalls für 2026 skizzierten. Die bullische Positionierung erstreckt sich nun über physische Bestände, Terminkontrakte und Optionsstrategien bei allen wichtigen Marktteilnehmern.
In einem am Montag veröffentlichten Bericht erklärten die Analysten Michael Haigh und Jeremy Sellem von der Société Générale, dass Gold "in eine neue Phase seines Bullenmarktes 2026 eingetreten ist, die weniger durch spekulatives Momentum als vielmehr durch breite, strukturelle Überzeugung definiert ist." Was Anfang des Jahres als geopolitischer Schock begann, hat sich ihrer Einschätzung nach "in den folgenden Monaten zu etwas weitaus Dauerhafterem entwickelt: einem synchronisierten Aufbau von Engagements in physischem Gold, Futures und Optionen, der nun Privatanleger, professionelle Vermögensverwalter und Derivatehändler gleichermaßen umfasst."kitco+1
Die Analysten hoben hervor, dass goldbesicherte ETFs im August Nettozuflüsse von 201 Tonnen verzeichneten, der drittgrößte monatliche Zuwachs in Tonnen gemessen, nur übertroffen von Februar 2009 und März 2020. Bei den Futures erreichten die Netto-Positionierungen der Vermögensverwalter das zweitgrößte Long-Engagement aller Zeiten in nominalen Werten, hinter dem Januar 2026, als Gold ein Allzeithoch von über 5 400 Dollar pro Unze erreichte.fxstreet+1
Trotz des konstruktiven Umfelds für die Positionierung steht Gold kurzfristig vor Gegenwind. Die stärker als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten für August – mit 162 000 neuen Stellen gegenüber einer Konsensschätzung von 56 000 – haben laut dem CME FedWatch-Tool die Erwartungen für eine Zinserhöhung der Federal Reserve bei der Sitzung am 15. bis 16. September auf etwa 60 % steigen lassen. Ein schwächerer US-Dollar, teilweise getrieben durch einen steigenden japanischen Yen nach einer restriktiveren Neubewertung durch die Bank of Japan, sorgte für einen ausgleichenden Rückenwind.fxstreet+1
Anleger konzentrieren sich nun auf den Erzeugerpreisindex am Donnerstag und den Verbraucherpreisindex am Freitag, die das Zünglein an der Waage für die Zinserwartungen vor der Fed-Sitzung sein könnten.tmgm+1
Die Société Générale erklärte, sie bleibe "strategisch bullisch" für Gold und verwies auf einen Regimewechsel nach 2022, bei dem das Metall trotz anhaltend positiver Realzinsen nahe Rekordniveaus gehandelt wurde. Käufe der Zentralbanken – insbesondere aus China –, Trends zur Dedollarisierung und Sorgen um die Staatsverschuldung bilden laut der Bank ein höheres Fundament für die Preise. Die Analysten argumentierten, dass selbst erwartete Zinserhöhungen die Geldpolitik unter dem Taylor-Regel-Modell der Atlanta Fed belassen würden, was darauf hindeutet, dass Inflationsrisiken weiterhin unterbewertet sind.kitco
"Da die spekulative Nachfrage nachlässt und die Käufe des offiziellen Sektors robust bleiben, werden die Zentralbanken zunehmend zum wichtigsten Anker für den Goldmarkt", schrieben Haigh und Sellem.kitco