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ad-hoc-news+1freemalaysiatodayad-hoc-news+1Halbleiteraktien weltweit erlebten im Juli ihren verlustreichsten Monat seit fast zwei Jahrzehnten. Die wichtigsten Chip-Indizes verzeichneten Einbrüche wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr, obwohl die Branche gleichzeitig Rekordumsätze meldete: Eine Diskrepanz, die die Anleger über die weitere Entwicklung spaltet.
Der Philadelphia Semiconductor Index brach im Juli um 20,6 Prozent ein, was laut der Deutschen Bank der schwächste Monat seit der Finanzkrise 2008 war. Der südkoreanische Kospi verzeichnete einen Monatsverlust von 22 Prozent, den stärksten Rückgang seit der globalen Finanzkrise, während SK Hynix im selben Zeitraum um 35 Prozent und Samsung Electronics um 21 Prozent fielen. Der auf die USA ausgerichtete SOXX-Index verlor allein in der letzten Woche 7,4 Prozent.ad-hoc-news+1
Der Ausverkauf war weniger auf eine Verschlechterung der Fundamentaldaten als vielmehr auf eine heftige Auflösung gehebelter Positionen zurückzuführen. Das Vermögen in gehebelten börsengehandelten Fonds (ETFs) auf Samsung und SK Hynix brach laut Untersuchungen von JP Morgan von 50 Milliarden US-Dollar Ende Juni auf 17 Milliarden US-Dollar Ende Juli ein.freemalaysiatoday
„Dies war ein Hebel-Ereignis, kein Ertrags-Ereignis“, sagte Steve Lawrence, CIO der Balfour Capital Group. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. berichtete, dass Hedgefonds im Juli Halbleiteraktien so aggressiv abstießen wie kaum einen anderen Sektor. Die Zwangsverkäufe von Aktien des Hedgefonds Situational Awareness verschärften den Rückgang weiter, bevor Citadel den Großteil des verbleibenden Aktienbestands des Fonds aufkaufte.ad-hoc-news+1
Samsung hatte für diesen Zeitraum einen 250-fachen Anstieg der Halbleitergewinne gemeldet, und die weltweiten Halbleiterumsätze erreichten im Mai mit 120,6 Milliarden US-Dollar ein Allzeithoch, was einem Zuwachs von 104 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der südkoreanische Finanzminister entschuldigte sich öffentlich dafür, gehebelte ETFs auf Einzelaktien ohne sorgfältige Prüfung eingeführt zu haben.freemalaysiatoday+1
Anfang August begannen sich die Märkte zu stabilisieren. Am Samstag, dem 1. August, wurden ausländische Investoren mit Nettokäufen von 7,2 Billionen Won (5 Milliarden US-Dollar) bei südkoreanischen Aktien aktiv: mehr als das Doppelte des bisherigen Tagesrekords. Dies verhalf dem Kospi zu einem Kurssprung von 17,9 Prozent. Bis Dienstag notierten die asiatischen Märkte überwiegend im Plus, da die Anleger vorsichtig in Technologieaktien zurückkehrten, wobei der CSI 300 um 1,3 Prozent zulegte und der Kospi sich um 1,5 Prozent erholte.investing+1
Morgan Stanley stufte koreanische Aktien auf „Overweight“ hoch und sieht ein Aufwärtspotenzial von 36 Prozent, während UBS die Beobachtung von SK Hynix mit einer Kaufempfehlung („Buy“) aufnahm. Citic Securities erklärte, dass die Technologiewerte des chinesischen Festlands lediglich eine Korrektur und keinen Deleveraging-Schock durchlaufen hätten, und prognostizierte eine Erholung im August.scmp+1
Die Analysten von JP Morgan erklärten, dass die Auflösung gehebelter ETFs abgeschlossen sei und die Hedgefonds den Abbau ihrer Hebelwirkung zu etwa 90 Prozent hinter sich hätten. Dennoch warnte die Société Générale Société Générale S.A., dass „der KI-Hype reift“ und sich der Fokus der Anleger auf die Nachhaltigkeit der Margen über das Jahr 2026 hinaus verlagert. Citi schätzte die Gesamtverluste von Privatanlegern in gehebelten ETFs auf rund 38,7 Milliarden US-Dollar.tbsnews+1
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die am Dienstag anstehenden Quartalszahlen von AMD Advanced Micro Devices, Inc. sowie auf die US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag im offiziellen Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) gipfeln. Anleger erhoffen sich davon Aufschlüsse über den künftigen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve und die Ausgaben für künstliche Intelligenz.investing+1