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politico+1resultsense+1businesstimesDer Chef der globalen Finanzaufsichtsbehörde hat davor gewarnt, dass das fieberhafte Tempo der Investitionen in künstliche Intelligenz eine Blase erzeugt haben könnte. Damit schließt er sich einer wachsenden Zahl von Regulierungsbehörden an, die vor überdehnten Bewertungen und konzentrierten Marktrisiken warnen.
John Schindler, Generalsekretär des Financial Stability Board (FSB), zog am Montag während einer Grundsatzrede beim Atlantic Council Vergleiche zwischen der heutigen KI-getriebenen Marktrallye sowie der Dotcom-Ära und dem Zeitraum vor der Finanzkrise von 2008. Schindler hob das Konzentrationsrisiko am US-Aktienmarkt hervor, wo eine Handvoll KI-bezogener Unternehmen mittlerweile einen unverhältnismäßig großen Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung ausmacht. Zudem wies er auf den weitgehend unregulierten Nicht-Banken-Finanzsektor hin, einschließlich Hedgefonds, der als möglicher Verstärker einer etwaigen Korrektur wirken könnte.politico+2
Die Bedenken des FSB konzentrieren sich darauf, wie stark die globalen Märkte von einer engen Gruppe KI-bezogener Unternehmen abhängig geworden sind. Schindler warnte, dass sich Rekordbewertungen als unhaltbar erweisen könnten, wenn die kommerziellen Einnahmen nicht mit dem Umfang des eingesetzten Kapitals Schritt halten. Der Nicht-Banken-Sektor, der mit weniger regulatorischer Aufsicht und oft mit erheblicher Fremdfinanzierung arbeitet, könnte Schocks auf das breitere Finanzsystem übertragen, sollten die KI-Bewertungen stark einbrechen.resultsense+2
Die Warnung folgt auf die umfassendere Arbeit des FSB zur Finanzintermediation von Nicht-Banken und zu KI-bezogenen Schwachstellen, darunter eine Plenarsitzung im Juni, bei der die Mitglieder vor Risiken warnten, die durch eine Kombination von Schocks und gleichzeitig ausgelösten Schwachstellen entstehen.fsb
Nur wenige Stunden vor Schindlers Rede bezeichnete Chia Der Jiun, Geschäftsführer der Monetary Authority of Singapore (MAS), die Nachhaltigkeit des KI-Investitionsbooms als eine zentrale Unsicherheit für die globale Finanzstabilität. Bei der Vorlage des Jahresberichts der MAS am Dienstag merkte Chia an, dass kurzfristige KI-Investitionen zwar durch fest zugesagte Aufträge und starke Cashflows der Hyperscaler gestützt werden, es aber „eine größere Unsicherheit hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieser Investitionen auf mittlere Sicht“ gebe.businesstimes
Chia warnte, dass ein Rückgang der KI-Ausgaben „das globale Wachstum durch einen Rückgang der Unternehmensinvestitionen und der Halbleiternachfrage rasch schwächen“ und eine schnelle Verschärfung der Finanzbedingungen auslösen könnte. „Angesichts des hohen Wachstums, das wir erlebt haben, kann es zu einer recht abrupten Wende kommen, was für das Wachstum und die Finanzmärkte recht schädlich sein kann“, sagte er.businesstimes
Die beiden Warnungen von FSB und MAS markieren einen Wandel von allgemeiner Vorsicht hin zu gezielteren Bedenken unter den Finanzaufsichtsbehörden. Das FSB baut sein KI-Überwachungsframework seit mindestens 2024 auf, als es begann, die Einführung von KI und die damit verbundenen Schwachstellen im Finanzsektor zu beobachten. Im Juni veröffentlichte es Entwürfe für bewährte Verfahren zur verantwortungsvollen Nutzung von KI im Finanzwesen und veranstaltete Anfang Juli eine virtuelle Konsultationsrunde. Ob diese Warnungen in koordinierte Regulierungsmaßnahmen münden, bleibt abzuwarten, aber die parallelen Botschaften aus Basel und Singapur zeigen, dass das Thema nun fest ganz oben auf der Tagesordnung der globalen Finanzstabilität steht.fsb+1