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investinginvestingkitcoDie Europäische Zentralbank dürfte auf ihrer September-Sitzung auf Kurs für eine Leitzinsanhebung um 25 Basispunkte sein. Nachdem die vorläufigen PMI-Daten für die Eurozone im August stärker als erwartet ausfielen, festigt sich die Annahme, dass die Wirtschaft der Währungsunion eine weitere geldpolitische Straffung verkraften kann, selbst wenn die energiegetriebene Inflation wieder anzieht.
Der zusammengesetzte Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Euroraum stieg im August überraschend auf 52,1 Punkte, nach 52,0 Punkten im Juli. Die Industrieproduktion kletterte von 51,9 im Vormonat auf 52,8 Punkte. Der Dienstleistungssektor hielt sich unverändert bei 51,7 Punkten. Auf Länderebene zeigte sich ein gespaltenes Bild: Der Gesamtindex für Deutschland gab leicht auf 51,0 Punkte nach und Frankreich rutschte auf 48,8 Punkte ab, während die Peripherieländer um 1,4 Punkte auf 55,8 Zähler zulegten.investing
Barclays hielt an seiner Prognose einer Zinsanhebung im September fest und merkte an: „Da die Konjunktur stabil bleibt, sich die Inflation weiter beschleunigen dürfte und die Entwicklungen am Energiemarkt kaum Anzeichen für eine Entlastung zeigen, rechnen wir weiterhin damit, dass die EZB ihre Zinsen auf der September-Sitzung um 25 Basispunkte anheben wird.“ Die Investmentbank erwartet nach September eine Pause der EZB, betonte jedoch, dass die Risiken im Falle einer ausbleibenden Normalisierung der Energiepreise zu einer restriktiveren Haltung neigen.investing
Die endgültige Gesamtinflation für Juli wurde im Jahresvergleich mit 2,9 % bestätigt, nach 2,8 % im Juni. Haupttreiber war der erneute Anstieg der Energieinflation auf 10,3 %. Barclays prognostiziert einen Anstieg der Gesamtinflation auf 3,4 % im August und einen Höchststand von 3,6 % im vierten Quartal, bevor sie sich im Laufe des Jahres 2027 allmählich dem 2-Prozent-Ziel der EZB annähert. Die Kerninflation blieb unverändert bei 2,5 %, während sich das Wachstum der Tariflöhne im zweiten Quartal auf 2,4 % verlangsamte.investing
Steigende Ölpreise im Zusammenhang mit der Krise in der Straße von Hormus und erhöhte Anleiherenditen haben die Erwartungen an einen falkenhaften Kurs der EZB verstärkt. EUR/USD handelte am Dienstag im asiatischen Handel um 1,1670 und erhielt Rückhalt durch die Zinsanhebungserwartungen.fxstreet
EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone sagte in einem am Montag veröffentlichten Interview laut Reuters, dass das Risiko einer Stagflation infolge der Hormus-Krise „eher gering“ sei. „Wir müssen die Veränderungen im makroökonomischen Umfeld selbstverständlich beobachten, aber derzeit gibt es keine Anzeichen, die auf ein Stagflationsszenario hindeuten“, so Cipollone.kitco
Marktteilnehmer blicken nun auf die am Dienstag anstehenden deutschen IFO-Geschäftsklimadaten, die US-Verbrauchervertrauensdaten sowie die Rede von Federal-Reserve-Chef Kevin Warsh am Freitag beim Notenbanksymposium in Jackson Hole, um weitere Richtungssignale zu erhalten.fxstreet