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Investing.com+1Reuters+1investments.halifax.co.uk+1Die Europäische Union bereitet eine Überprüfung ihrer Regeln für das Eigentum an Fluggesellschaften vor, um zu verhindern, dass ausländische Investoren die tatsächliche Kontrolle über EU-Fluggesellschaften erlangen. Dies gab ein EU-Vertreter am Dienstag auf der Luftfahrtmesse in Farnborough bekannt. Der Schritt könnte einen intensiven US-Bieterwettbewerb um den britischen Billigflieger easyJet ins Wanken bringen.
Die bislang nicht bekannt gewordene Überprüfung soll die „strategische Autonomie schützen“ und sicherstellen, dass die Kontrolle über regionale Fluggesellschaften innerhalb des Blocks bleibt, sagte der Vertreter gegenüber Reuters. Die Aktie von easyJet fiel am Mittwoch nach dem Bericht scharf ab; Halifax sprach davon, dass der Kurs nach den Nachrichten „abgesackt“ sei.Investing.com+2
Das Eingreifen der EU erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem zwei US-Investmentgesellschaften in einen Übernahmekampf um easyJet verstrickt sind. Apollo Global Management legte am 10. Juli ein Angebot über 5,7 Milliarden Pfund (7,65 Milliarden US-Dollar) bzw. 7,15 Pfund pro Aktie vor und übertraf damit ein früheres Angebot von 5,5 Milliarden Pfund (6,90 Pfund pro Aktie) der in Minneapolis ansässigen Castlelake. Der Verwaltungsrat von easyJet erklärte, er neige dazu, den Aktionären das höhere Angebot von Apollo zu empfehlen.The Guardian+1
Gemäß der vereinbarten Struktur für das frühere Angebot von Castlelake würde die US-Firma einen Anteil von 49 Prozent übernehmen, während die verbleibenden 51 Prozent von Brookfield Asset Management und anderen Partnern gehalten würden. Damit sollten die bestehenden EU-Vorschriften erfüllt werden, die eine mehrheitlich lokale Eigentümerschaft für in der EU tätige Fluggesellschaften vorschreiben.telegraph
Der EU-Vertreter sagte, die Überprüfung im Herbst werde untersuchen, welche Unternehmensstrukturen zulässig sind, insbesondere im Hinblick auf Fragen der Kontrolle und der Eigentumsverhältnisse. Die derzeitigen Vorschriften der EU-Luftverkehrsdienste-Verordnung verlangen, dass EU-Mitgliedstaaten oder deren Staatsangehörige mehr als 50 Prozent einer Fluggesellschaft besitzen und diese „tatsächlich kontrollieren“.live.euronext.com+2
Die Überprüfung spiegelt breitere Bedenken der EU hinsichtlich ausländischer Einflussnahme auf kritische Infrastrukturen wider. „Damit soll sichergestellt werden, dass ausländische Investoren keine vollständige Kontrolle haben“, sagte der Vertreter gegenüber Reuters.Investing.com
Die Ankündigung bringt neue Unsicherheit in einen ohnehin komplexen Transaktionsprozess. Apollo hat bis zum 7. August Zeit, ein formelles Angebot vorzulegen, während die Frist für Castlelake am 3. August abläuft. Beide Unternehmen müssen sich nicht nur durch britische Übernahmebestimmungen navigieren, sondern auch durch die regulatorische Prüfung der EU für jede Eigentümerstruktur, die einer Nicht-EU-Einheit eine effektive Kontrolle verschaffen könnte.Reuters+2
Die Überprüfung könnte Präzedenzfälle für künftige Übernahmen von Fluggesellschaften in ganz Europa schaffen und die Regeln verschärfen, die Bieter durch Konsortialstrukturen zu umgehen versuchten, um eine nominale EU-Mehrheitseigentümerschaft aufrechtzuerhalten.Devdiscourse+1