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euronews+1euronews+1afp+1Steigende Kraftstoffpreise haben die Europäische Union seit Beginn des Iran-Krieges schätzungsweise 53 Milliarden Euro gekostet, was etwa 270 Millionen Euro pro Tag entspricht. Dies geht aus einem Bericht der in Brüssel ansässigen Umweltorganisation Transport & Environment hervor. Der Großteil dieser Belastung, 40 Milliarden Euro, entfällt auf Diesel, der etwa 77 % des Kraftstoffverbrauchs im EU-Straßenverkehr ausmacht.euronews+1
T&E schätzt, dass allein die höheren Dieselpreise die EU-Transportkosten täglich um 203 Millionen Euro erhöhen, während weitere 67 Millionen Euro auf Benzin entfallen. Die Zahlen vergleichen die Kraftstoffausgaben im Zeitraum bis zum 6. September mit dem Vorjahreszeitraum, inflationsbereinigt.transportenvironment+1
Die Differenz zwischen Rohöl- und Dieselgroßhandelspreisen überstieg Anfang September 100 Dollar pro Barrel, weit über der üblichen Spanne von 10 bis 30 Dollar, was auf einen Mangel an raffiniertem Kraftstoff hindeutet. Die Diesel- und Gasölexporte aus dem Nahen Osten und Russland fielen im August zusammen um fast 75 % gegenüber dem Vorjahr, so T&E. Der CEO von TotalEnergies , Patrick Pouyanné, merkte an, dass die Transportkosten für Tankschiffe etwa 50 Dollar pro Barrel betragen, was Exporte aus der Golfregion nach Europa zunehmend unwirtschaftlich macht.euronews+1
Daten von Eurostat zeigen, dass die Kraftstoffpreise in der EU im August im Jahresvergleich um 23,8 % gestiegen sind. Der gewichtete durchschnittliche EU-Dieselpreis erreichte am 14. September 2,159 Euro pro Liter, ein Rekordwert in der seit 2005 geführten Statistik der Europäischen Kommission.indexbox+1
Die Europäische Kommission verabschiedete am 29. April einen befristeten Rahmen für staatliche Beihilfen im Zusammenhang mit der Nahostkrise, der es den Mitgliedstaaten erlaubt, bis zu 70 % der zusätzlichen Kraftstoff- und Düngemittelkosten für Landwirtschafts-, Fischerei- und Transportunternehmen zu subventionieren. Seitdem hat die Kommission nationale Programme genehmigt, darunter Pakete in Rumänien und Portugal.competition-policy.europa+2
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich in einem Schreiben an Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen für eine Lockerung der europäischen Kraftstoffqualitätsstandards ausgesprochen, während Portugal und Rumänien die Kraftstoffsteuern direkt gesenkt haben. Bulgarien kündigte Einmalzahlungen für bedürftige Bürger an.afp
Das Angebot könnte sich im Herbst weiter verknappen, da die Nachfrage nach Heizöl steigt. Die USA erwägen zudem ein vollständiges oder teilweises Verbot von Dieselexporten; Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, er unterstütze die Idee, auch wenn noch kein formelles Verbot angekündigt wurde. T&E argumentiert, dass eine beschleunigte Einführung von Elektrofahrzeugen der einzige dauerhafte Schutz gegen Ölpreisschocks sei, und schätzt, dass fast acht Millionen Elektroautos in der EU im Jahr 2025 den Verbrauch von etwa 46 Millionen Barrel Öl vermieden und damit 2,9 Milliarden Euro an Importkosten eingespart haben.euronews