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indexbox+1cnbc+1cnbcDie europäischen Erdgaspreise sind auf das höchste Niveau seit Anfang 2023 gestiegen, da Störungen der LNG-Ströme durch die Straße von Hormus die Bemühungen des Kontinents erschweren, die Reserven vor dem Winter aufzufüllen. Dies erhöht die Aussicht auf einen intensiven Wettbewerb mit asiatischen Käufern um verfügbare Ladungen.
Die niederländischen TTF-Futures, der europäische Referenzkontrakt für Gas, notierten zuletzt über 65 Euro pro Megawattstunde, wobei CNBC berichtete, dass die Preise Anfang der Woche auf über 68 Euro pro Megawattstunde kletterten, den höchsten Stand seit Anfang 2023. Laut Euronews setzt die Rallye einen Trend fort, der die Preise seit Jahresbeginn um mehr als 130 Prozent nach oben getrieben hat.cnbc+1
Die Gasspeicher in der EU sind derzeit zu etwa 63 Prozent gefüllt, der niedrigste saisonale Wert seit 2009 und weit unter dem Niveau der letzten Jahre. Daten von Gas Infrastructure Europe zeigten, dass die Bestände am 13. August die 60-Prozent-Marke überschritten, was hinter allen fünf Vorjahren zu diesem Zeitpunkt der Auffüllsaison zurückbleibt. Zum Vergleich: Im August 2024 waren die EU-Speicher bereits zu 90 Prozent gefüllt.indexbox+3
Der Nahostkonflikt hat etwa ein Fünftel der weltweiten LNG-Bewegungen gestört. In der Straße von Hormus, durch die Katar und andere große Produzenten LNG verschiffen, ist der Verkehr von den Werten vor dem Konflikt von etwa 125 täglichen Fahrten auf einen Bruchteil eingebrochen. Reuters berichtete im Juni, dass Shell davor warnte, die Störung könnte den globalen LNG-Handel im Jahr 2026 stagnieren lassen.tradingview+2
Einige Anzeichen für eine verbesserte Durchfahrt durch die Straße und Diskussionen über ein Schifffahrtsabkommen zwischen Iran und Oman haben die Sorgen vor unmittelbaren physischen Engpässen gemildert. Analysten von Gas Outlook warnten jedoch, dass die Störungen in Hormus bis zum Jahresende anhalten könnten.gasoutlook+1
Die Europäische Kommission hält daran fest, dass eine ausreichende LNG-Importkapazität und ein Speicherziel von 80 Prozent ausreichen werden, um die Nachfrage im Winter zu decken. CNBC berichtete jedoch, dass die Preise auf über 100 Euro pro Megawattstunde steigen könnten, wenn sich der Wettbewerb mit Asien verschärft. Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich zunehmend auf die wirtschaftlichen und sanktionsbedingten Folgen der Situation im Iran und weniger auf einen unmittelbaren Angebotsschock.indexbox+2