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global.morningstardemocrata+1global.morningstarDie Verbraucherpreise in der Eurozone dürften im August im Jahresvergleich um 3,3 Prozent gestiegen sein, so die Prognosen von Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. und DekaBank, da die Energiekosten weiterhin deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank liegen. Die offizielle Schnellschätzung von Eurostat Euronext N.V. wird am 1. September erwartet, aber frühe nationale Daten und Analystenprognosen deuten auf eine deutliche Beschleunigung gegenüber dem Wert von 2,9 Prozent im Juli hin.global.morningstar+2
Der Haupttreiber bleibt Energie, für die Goldman Sachs im August einen Anstieg von 14,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet, ein deutlicher Sprung von 10,0 Prozent im Juli. Der Anstieg spiegelt die Folgen des Krieges im Iran wider, der die Ölversorgungswege gestört und den Brent-Rohölpreis auf einem hohen Niveau gehalten hat. Auch die europäischen Erdgaspreise bleiben unter Druck, da die Gasspeicher der EU bis zum 1. November auf ein Allzeittief von 69 Prozent zusteuern, was den Kontinent anfälliger für Versorgungsschocks im Winter macht.europa+1
Die Dienstleistungsinflation wird unterdessen voraussichtlich stabil bei 3,3 Prozent bleiben, wobei Ökonomen die Persistenz eher auf verzögerte Weitergaben der Energiekosten als auf eine Lohn-Preis-Spirale zurückführen. Es gibt keine Anzeichen für eine Beschleunigung des Lohnwachstums, sagte Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank, und fügte hinzu, dass Energiekosten und verzögerte Preisanpassungen wahrscheinlich auch in der Dienstleistungsinflation eingebettet sind.global.morningstar
Die am Freitag veröffentlichten nationalen Daten unterstrichen die zunehmenden Divergenzen. Die harmonisierte Inflation in Spanien sprang im August von 3,9 Prozent im Juli auf 4,5 Prozent, getrieben durch Kraftstoffe und Schmierstoffe. Der belgische VPI kletterte auf 3,97 Prozent und lag damit deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone, was teilweise auf das automatische Lohnindexierungssystem des Landes zurückzuführen ist. Frankreich verzeichnete eine moderatere harmonisierte Rate von 2,7 Prozent, obwohl auch dort die Energiepreise stark anzogen.cryptorank+2
Das Inflationsumfeld hat die Erwartungen für eine Zinserhöhung bei der EZB-Sitzung am 10. September gefestigt. Reuters berichtete, dass die Entscheidungsträger bereit sind, den Einlagensatz von 2,25 Prozent auf 2,50 Prozent anzuheben, obwohl sie wenig Neigung zeigen, weitere Schritte darüber hinaus zu signalisieren. Swap-Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 96,6 Prozent für die Erhöhung ein.reuters+1
Goldman Sachs erwartet, dass die Gesamtinflation im vierten Quartal bei etwa 3,4 Prozent ihren Höhepunkt erreichen wird, bevor Basiseffekte sie bis Mitte 2027 wieder in Richtung 2 Prozent ziehen. EZB-Direktorin Isabel Schnabel bekräftigte den restriktiven Kurs und sagte gegenüber Bloomberg letzte Woche, dass weitere Straffungen notwendig sein werden, um die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen.global.morningstar