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cam+1camcamForscher der University of Cambridge haben ein Protein identifiziert, das bereits im ersten Trimester als Indikator für Präeklampsie und eingeschränktes Fötuswachstum dient. Diese Entdeckung könnte den Weg für neue Screening-Tests und Behandlungen für zwei der gefährlichsten Schwangerschaftskomplikationen ebnen.
Die Ergebnisse, die am Montag in Nature Medicine Springer Nature Group veröffentlicht wurden, zeigen, dass niedrige Konzentrationen des Proteins Isthmin-2 (ISM2) um die 12. Schwangerschaftswoche herum der stärkste Indikator – von 2 904 analysierten Proteinen – für die spätere Entwicklung einer Präeklampsie oder Wachstumsstörungen des Fötus waren.cam+1
Sowohl Präeklampsie als auch Wachstumsstörungen des Fötus sind mit einer fehlerhaften Entwicklung der Plazenta verbunden. Spezialisierte Plazentazellen, sogenannte extravillöse Trophoblasten, dringen normalerweise in die Gebärmutter der Mutter ein, um eine gesunde Blutversorgung für den Fötus aufzubauen. Bisher war nur unzureichend verstanden, warum dieser Prozess manchmal fehlschlägt.cam
Das Team aus Cambridge fand heraus, dass ISM2 fast ausschließlich in der Plazenta produziert wird und eine wesentliche Rolle dabei spielt, diesen Zellen das Eindringen in die Gebärmutterwand zu ermöglichen. Als die Forscher die ISM2-Produktion in menschlichen Trophoblast-Stammzellen im Labor ausschalteten, überlebten die Zellen zwar, konnten sich aber nicht in den invasiven Typ verwandeln, der für den Aufbau des Blutflusses erforderlich ist. In dreidimensionalen Mini-Plazenten hörten Zellen ohne ISM2 auf, sich in das umliegende Gewebe auszubreiten.cam
"Die mütterlichen Isthmin-2-Werte in der Frühschwangerschaft sind wesentlich besser darin, Komplikationen vorherzusagen als bestehende Tests. Dies könnte es uns ermöglichen, bessere Methoden zur Identifizierung von Schwangerschaften mit dem höchsten Risiko zu entwickeln", sagte Professor Gordon Smith, Leiter der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie in Cambridge.cam
Präeklampsie, die gefährlich hohen Blutdruck verursacht und zu Organschäden führen kann, betrifft weltweit etwa eine von 20 Schwangerschaften und bleibt eine der Hauptursachen für Mütter- und Fötussterblichkeit. Wachstumsstörungen des Fötus betreffen weltweit bis zu eine von fünf Schwangerschaften und tragen maßgeblich zu Totgeburten bei.www+1
Die Forscher untersuchten mehr als 200 Frauen, die eine Präeklampsie oder Wachstumsstörungen des Fötus entwickelten, und verglichen sie mit mehr als 200 Frauen mit unauffälligen Schwangerschaften. Die Ergebnisse wurden anhand von Proben schwedischer Schwangerer validiert, darunter über 100 Fälle und 200 Kontrollpersonen.cam
Professor Steve Charnock-Jones, ein Mitautor, erklärte, dass die Entdeckung nicht nur die Tür zu besserem Screening, sondern auch zu potenzieller Prävention öffne. "Jetzt, da wir wissen, was schiefgeht, sind wir möglicherweise in einer besseren Position, um die Schwangerschaftsergebnisse maßgeblich zu verbessern und die Gesundheit und das Leben von Millionen von Müttern und ihren Babys jedes Jahr zu schützen", sagte er.cam
Die Forschung wurde größtenteils von Wellcome Leap finanziert, mit zusätzlicher Unterstützung durch das National Institute for Health and Care Research Biomedical Research Centre und den Medical Research Council.cam