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tradingview+1energyriskiq+1tradingeconomics+1Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. hat seine Prognose für niederländisches TTF-Erdgas für das vierte Quartal 2026 auf 70 Euro pro Megawattstunde angehoben, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Reuters-Bericht hervorgeht. Die Revision stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber der früheren Prognose der Bank für das vierte Quartal 2026 von 53 Euro pro MWh vom Juli dar und erfolgt in einer Zeit, in der die europäischen Gaspreise inmitten des eskalierenden Konflikts um die Straße von Hormus auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen sind.tradingview+1
Das neue Ziel liegt immer noch unter dem aktuellen Marktniveau. Die TTF-Futures für den nächsten Monat stiegen am 9. September auf über 80 Euro pro MWh, ein Niveau, das seit Anfang 2023 nicht mehr erreicht wurde. Der Kontrakt für Dezember 2026 notierte zuletzt bei fast 75 Euro pro MWh, was darauf hindeutet, dass die Terminmarktkurve bereits ein erhöhtes Winterrisiko einpreist.newsquawk+2
Der Verlauf der Prognosen von Goldman im Jahr 2026 verdeutlicht, wie schnell sich die Aussichten für europäisches Gas verschlechtert haben. Im Juni hielt die Bank noch an einer Prognose für das zweite Halbjahr 2026 von etwa 41 Euro pro MWh fest. Bis Ende Juli hatte sie die Ziele für das dritte und vierte Quartal bereits auf 60 bzw. 53 Euro angehoben, unter Verweis auf eine langsamere Erholung der LNG-Exporte aus dem Persischen Golf als erwartet. Die Revision vom Donnerstag setzt dieses Muster fort.Sahm+2
Die Ausgangslage für europäische Energieeinkäufer ist düster. Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, einen Engpass für etwa ein Fünftel des weltweiten LNG-Handels, wiederholt gestört. Anfang September griffen US-Streitkräfte mehrere iranische Öltanker in der Nähe der Insel Kharg und Jask an, was den Iran zu Drohungen veranlasste, eine Sperrzone um die Straße zu erklären.aljazeera+1
Diese Störungen haben das LNG-Angebot verknappt, das Europa benötigt, um seine geleerten Gasspeicher wieder aufzufüllen. Zum 8. September lagen die Gasspeicher der EU bei etwa 67 Prozent der Kapazität, mehr als 16 Prozentpunkte unter dem fünfjährigen Saisondurchschnitt von etwa 84 Prozent. Da die Heizsaison in wenigen Wochen beginnt, lässt das Defizit kaum Spielraum für weitere Angebotsschocks.energyriskiq+1
Newsquawk merkte an, dass das informativere Element solcher Bankprognosen in der Regel die zugrunde liegende Begründung ist – ob sie auf Annahmen über russische Lieferungen, LNG-Kapazitäten oder den asiatischen Wettbewerb um Ladungen beruht – und nicht die Schlagzeilenzahl. Ob andere Banken mit ähnlichen Revisionen nachziehen, wird ein wichtiges Signal sein; gebündelte Zieländerungen fielen in der Vergangenheit mit einer echten Neubewertung der Terminmarktkurve zusammen, während isolierte Bewegungen tendenziell verpuffen. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis hat die EU bereits aufgefordert, ihr System für Emissionszertifikate als Reaktion auf die gestiegenen Energiekosten auszusetzen, ein Zeichen dafür, dass der politische Druck parallel zum Preis wächst.newsquawk