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tradingview+1global-energy-flow+1gurufocusMorgan Stanley hat seine Winterprognose für den niederländischen Erdgas-Benchmark TTF auf 85 Euro pro Megawattstunde angehoben. Die Bank warnt, dass Europa mit einem Speicherstand von nur 71% der Kapazität in die Heizsaison gehen könnte, was laut einem Reuters-Bericht vom Donnerstag der niedrigste Stand seit 15 Jahren wäre.tradingview
Die Investmentbank sieht den langsamen Bestandsaufbau über den Sommer als Hauptursache und warnt laut Quantum Commodity Intelligence, dass die TTF-Preise 100 Euro/MWh erreichen könnten, sollte das Speicherdefizit anhalten.qcintel
Das Gas-Speicherdefizit in Europa ist im Jahr 2026 ein wachsendes Problem. Der Kontinent startete im Frühjahr mit den niedrigsten Vorräten seit 2018 in die Einspeisesaison, mit etwa 31 Milliarden Kubikmetern, so das Center on Global Energy Policy der Columbia University. Die EU-Speicher waren am Ende des vorangegangenen Winters zu etwa 25% gefüllt, ein Niveau, das seit der Kältewelle "Beast from the East" 2017/18 nicht mehr erreicht wurde.energypolicy.columbia+1
Bis Ende August waren die EU-Speicher laut GIE-Daten, die von Global Energy Flow verfolgt werden, nur zu etwa 65% gefüllt und lagen damit rund 19 Prozentpunkte unter dem saisonalen Fünfjahresdurchschnitt. Die TTF-Preise für den Folgemonat sind im vergangenen Jahr um mehr als 120% gestiegen, was die angespannte Lage widerspiegelt.tradingeconomics+1
Morgan Stanley ist nicht allein mit der Warnung vor Preisspitzen. Analysten von Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. erklärten Ende August, dass die europäischen Gaspreise bis Dezember auf über 100 Euro/MWh steigen könnten, um genügend LNG-Ladungen für die Wintersicherung anzuziehen.gurufocus
Die EU-Energieaufsichtsbehörde ACER stellte bereits Anfang des Jahres fest, dass der Preisdruck mit Speicherständen zusammenfällt, die am Ende des letzten Winters unter 30% fielen, was den Grundstein für eine schwierige Auffüllkampagne legte.acer.europa
Für europäische Verbraucher und die Industrie steht viel auf dem Spiel. Die EU hatte in den letzten Jahren Speicherziele festgelegt, um eine Wiederholung der Energiekrise von 2022 zu verhindern, doch die Einspeisesaison 2026 hat diese Ambitionen verfehlt. Da die Heizsaison im Oktober beginnt, verringert jede Woche mit unterdurchschnittlichen Einspeisungen den Spielraum und stützt die Prognose von Morgan Stanley und anderen Experten für dreistellige Gaspreise in diesem Winter.