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marketwatchilsole24ore+1inc+1Die Aktien der Volkswagen AG fielen am Montag um fast 2 % und näherten sich ihrem niedrigsten Stand seit Oktober 2010, nachdem Berichte auftauchten, dass der Automobilhersteller die Streichung von bis zu 100.000 Stellen und die Schließung von vier deutschen Werken vorbereitet – eine der größten industriellen Umstrukturierungen in der europäischen Geschichte.
Der Plan, über den zuerst das deutsche Manager Magazin berichtete und der von mehreren Medien bestätigt wurde, würde ein früheres Umstrukturierungsziel von rund 50.000 Stellenstreichungen, das Anfang 2026 angekündigt wurde, mehr als verdoppeln. Laut Il Sole 24 Ore zielt die Umstrukturierung darauf ab, bis Ende des Jahrzehnts strukturelle Kostensenkungen in Höhe von 11 Milliarden Euro zu erreichen, während die geplanten Investitionen über die nächsten fünf Jahre um etwa 15 % auf etwas mehr als 130 Milliarden Euro gekürzt werden sollen.inc+2
Zu den zur Schließung vorgesehenen Fabriken gehören Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk in Neckarsulm. Bei einer Umsetzung würden die Kürzungen etwa jeden sechsten Mitarbeiter der weltweiten Volkswagen-Belegschaft von mehr als 657.000 Menschen betreffen. Der Vorschlag unter der Leitung von CEO Oliver Blume soll dem Aufsichtsrat am 9. Juli formell vorgelegt werden.ilsole24ore+3
MarketWatch berichtete, dass ein Rückgang am Montag, sollte er bis zum Handelsschluss anhalten, den niedrigsten Stand von Volkswagen seit Oktober 2010 markieren würde, so Dow Jones Market Data. Die Porsche Automobil Holding SE , Volkswagens größter Anteilseigner, der die Familien Porsche und Piëch vertritt, handelte ebenfalls nahe mehrjährigen Tiefstständen und schloss die vorangegangene Sitzung bei 27,33 Euro.marketwatch+1
Die Kursschwäche tritt trotz der Bemühungen von Volkswagen auf, Investoren zu beruhigen, einschließlich einer im Juni ausgeschütteten Dividende von 5,26 Euro pro Aktie. Der Ausverkauf spiegelt eine breitere Skepsis wider, dass Kostensenkungen allein die wettbewerbsbedingte Bedrohung durch chinesische Automobilhersteller, die Volkswagens Marktposition untergraben hat, bewältigen können.finance.yahoo
Zusätzlich zum Druck löst Volkswagen laut einem Bericht der Bild-Zeitung seine 1,5-Milliarden-Euro-Partnerschaft für automatisiertes Fahren mit der Robert Bosch GmbH auf. Das 2022 gestartete Joint Venture mit Bosch und der VW-Softwareeinheit Cariad konnte keine Technologie hervorbringen, die mit Konkurrenzsystemen wettbewerbsfähig wäre. VW sucht nun nach einem Ersatzpartner, wobei ein neuer Vertrag für September angestrebt wird.thedeepdive
Die Umstrukturierung markiert eine drastische Kehrtwende für Europas größten Automobilhersteller, der nun vor der doppelten Herausforderung steht, Kosten in beispiellosem Umfang zu senken und gleichzeitig in Elektrifizierung und Software zu investieren, um mit chinesischen Konkurrenten zu konkurrieren.