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nytimesindianexpress+1axios+1US-Geheimdienste sind zu dem Schluss gekommen, dass Irans oberster Führer Mojtaba Khamenei der Entwicklung von Atomwaffen offener gegenübersteht als sein verstorbener Vater, Ayatollah Ali Khamenei, wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der New York Times hervorgeht. Die Einschätzung kommt zu einem Zeitpunkt, da der Krieg zwischen den USA und dem Iran in seinen fünften Monat geht, während Präsident Trump droht, eine tief vergrabene unterirdische Nuklearanlage zu bombardieren, und Außenminister Marco Rubio bekräftigt, dass ein denuklearisierter Iran das Ziel Washingtons bleibt.nytimes
Der ältere Khamenei hatte im Oktober 2003 eine mündliche Fatwa erlassen, die Atomwaffen religiös verbot, eine Haltung, die er jahrelang öffentlich wiederholte. Sein Sohn, der nach der Tötung seines Vaters bei einem US-israelischen Luftangriff am 28. Februar das Amt des obersten Führers übernommen hat, hat kein ähnliches Verbot erlassen. Noch im späten Februar 2026, kurz vor dem Angriff, bei dem sein Vater getötet wurde, hatte sich der iranische Präsident Masoud Pezeshkian auf die Fatwa berufen, um zu betonen, dass Teheran keine Atomwaffen entwickeln werde.latimes+4
Analysten und ehemalige Beamte haben gewarnt, dass der Tod des älteren Khamenei eine normative Bremse für Irans nukleare Ambitionen beseitigt hat. Die Atom-Fatwa ist nicht mehr in Kraft, sagte Trita Parsi vom Quincy Institute for Responsible Statecraft im März gegenüber CNN. US-Geheimdienste glauben, dass Mojtaba Khamenei, obwohl er bei demselben Angriff, der seinen Vater tötete, verwundet wurde und seither öffentlich nicht mehr zu sehen war, eine direkte Rolle bei der Gestaltung der iranischen Kriegsstrategie spielt.indianexpress+3
Am Dienstag erklärte Trump, das US-Militär werde bald Pickaxe Mountain angreifen, eine befestigte unterirdische Anlage südlich des Anreicherungskomplexes von Natanz. Wir werden diesen Bereich sehr wahrscheinlich ziemlich bald treffen, und sie können absolut nichts dagegen tun, sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus. Das Wall Street Journal berichtete, Israel habe Geheimdienstinformationen geliefert, wonach der Iran Tausende von Zentrifugen in die Anlage verlegt habe.axios+2
Die Anlage, im Iran als Kuh-e Kolang Gaz La bekannt, liegt mindestens 100 Meter unter der Erde und befindet sich Berichten zufolge noch im Bau. Eine hochrangige Sicherheitsquelle in Teheran dementierte Behauptungen über nukleare Aktivitäten an diesem Standort, berichtete CNN.cnn+1
Bei einer Pressekonferenz in Manila sagte Rubio am Mittwoch, das Ziel der Regierung bleibe klar. Das Ziel ist ein denuklearisierter Iran, erklärte er und fügte hinzu, Teheran habe die Verpflichtungen aus früheren Gesprächen nicht eingehalten. Rubio warf dem Iran vor, die Verhandlungen nicht ernst zu nehmen, während Trump kein Interesse an einer Wiederaufnahme der Gespräche äußerte.apa+3
Der Konflikt hat zur Folge, dass die Internationale Atomenergie-Behörde seit Anfang 2026 keinen Zugang mehr zu den erklärten Anreicherungsanlagen des Iran hat, was bedeutet, dass die internationale Gemeinschaft den Status der iranischen Uranvorräte nicht überprüfen kann. US-Geheimdiensterkenntnisse vom Mai zeigten, dass der Iran weiterhin etwa ein Jahr benötigen würde, um eine Atomwaffe zu bauen, ein Zeitrahmen, der sich seit den Angriffen auf Atomanlagen im vergangenen Juni weitgehend nicht verändert hat.reuters+2