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bastillepost.com.unctad.org.deloitte.com.UN-Vertreter auf dem World Investment Forum 2026 in Doha warnten, dass Lieferkettenstörungen und höhere Energiekosten infolge des Nahostkonflikts eine ernste Bedrohung für die globale wirtschaftliche Stabilität darstellen, berichtete die Bastille Post. Ihre Warnung erfolgte, während eine neue Analyse von Deloitte beschrieb, wie sich die Probleme in der Straße von Hormus auf die Öl-, Gas-, Düngemittel- und Schifffahrtsmärkte auswirken und die Inflation in die Höhe treiben.bastillepost.com
Zahlen der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) zeigen, dass etwa ein Viertel des weltweiten Ölhandels auf dem Seeweg und ein Drittel des Düngemittelhandels durch die Straße von Hormus verlaufen. Störungen dort haben seit Jahresbeginn die Energie-, Fracht- und Versicherungskosten erhöht, so die Bastille Post. Der Handelsminister von Sri Lanka, Wasantha Samarasinghe, sagte, sein Land sei vollständig von Ölimporten abhängig, weshalb die höheren Preise die Produktions-, Transport- und Logistikkosten belasten.bastillepost.com
Auch Investitionen leiden. Der neueste Global Investment Trends Monitor der UNCTAD, der am 25. Oktober zur Eröffnung des Forums veröffentlicht wurde, ergab, dass die Ankündigungen für Investitionsprojekte in Westasien im ersten Halbjahr 2026 um 52 % zurückgingen. Im gleichen Zeitraum sanken Tourismusprojekte weltweit um 28 % und Transport- und Lagerprojekte um 22 %. Abdallah Al Dardari vom UN-Entwicklungsprogramm sagte, die Auswirkungen der Krise würden «mindestens fünf Jahre» anhalten, selbst wenn sie jetzt enden würde, berichtete die Bastille Post.unctad.org+1
Deloittes Economic Insider vom Oktober zitiert Daten der Internationalen Energieagentur (IEA), wonach im August täglich über 10 Millionen Barrel Öl aus der Golfregion nicht gefördert wurden. Die Rohölexporte aus dem Golf lagen in jenem Monat etwa 45 % unter dem Niveau vor dem Konflikt. Brent-Rohöl wurde am 24. September für über 105 Dollar pro Barrel gehandelt, und die niederländischen TTF-Gas-Futures lagen am 23. September 125 % über dem Niveau vor dem Konflikt.deloitte.com
Auch Düngemittel stehen unter Druck. Die saudischen Stickstoffdüngerexporte fielen im ersten Halbjahr um 63 %, und der FAO-Lebensmittelpreisindex stieg zwischen Februar und August um 6,4 %. Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat 24 Todesfälle unter Seeleuten bei 120 Vorfällen in und um die Straße von Hormus bestätigt. Der Baltic Dirty Tanker Index, der die Rohölfrachtraten nachverfolgt, liegt laut Deloitte mehr als viermal so hoch wie vor einem Jahr.deloitte.com
Deloitte stellte fest, dass die US-Energieinflation im Mai 23,7 % erreichte. Die Federal Reserve erhöhte die Zinsen am 16. September um 25 Basispunkte, die erste Erhöhung seit 2023. Die Europäische Zentralbank und die Bank of Japan haben die Zinsen in diesem Jahr jeweils um insgesamt 50 Basispunkte angehoben, und die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erreichte am 24. September den höchsten Stand seit 19 Jahren, so die Analyse.deloitte.com
UNCTAD-Generalsekretärin Rebeca Grynspan merkte zum Abschluss des Forums an, dass das Treffen «in einem herausfordernden Moment für diese Region» stattfand. Dennoch registrierten sich über 7 000 Teilnehmer.unctad.org