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arise+1arise+1arise+1Die Geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, hat davor gewarnt, dass der Iran-Krieg weiterhin einen schweren globalen Wirtschaftsschock verursacht. Er störe die Energieversorgung, treibe die Preise weltweit in die Höhe und die Auswirkungen dürften bis weit ins Jahr 2027 anhalten. Zum Abschluss des Treffens der G20-Finanzminister und -Zentralbankgouverneure am 1. September in Asheville, North Carolina, erklärte Georgiewa, dass die globale Wachstumsprognose für 2026 zwar bei etwa 3 Prozent verharrt sei, warnte jedoch vor weiterhin hohen Risiken.arise+1
Georgiewa sagte, dass seit der Schließung der Straße von Hormus, die seit Beginn des Konflikts mit dem Iran Anfang 2026 weitgehend blockiert ist, 13 Prozent der weltweiten Öl- und 20 Prozent der Gaslieferungen ausfallen. Obwohl die Weltwirtschaft die Unterbrechung besser verkraftet hat als befürchtet, etwa durch die Freigabe strategischer Reserven, neue Energiequellen und Nachfragesteuerung, betonte Georgiewa, dass die Krise noch nicht vorbei sei.newsonair+2
"Die Straße von Hormus bleibt weitgehend geschlossen, die strategischen Öl- und Gasreserven müssen wieder aufgefüllt werden, KI treibt den Energiebedarf in die Höhe und auf der Nordhalbkugel steht der Winter bevor", sagte sie auf dem G20-Treffen. Selbst ein Waffenstillstand, so warnte sie, würde keine unmittelbare Entlastung bringen. Der IWF senkte seine Wachstumsprognose für den Nahen Osten für 2026 auf nur noch 0,7 Prozent, was einem Rückgang um 1,2 Prozentpunkte gegenüber der Prognose vom April entspricht.thenationalnews+2
Georgiewa schlug auch wegen der globalen Staatsverschuldung Alarm. Diese liege weltweit inzwischen bei fast 100 Prozent des BIP, übertreffe damit das Niveau nach dem Zweiten Weltkrieg und werde voraussichtlich weiter steigen. Laut dem Fiscal Monitor des IWF vom April 2026 erreichte die globale Bruttoverschuldung im Jahr 2025 fast 94 Prozent des BIP und wird voraussichtlich bis 2029 die Marke von 100 Prozent erreichen, ein Jahr früher als zuvor prognostiziert.sourcedwire+1
"Der Schuldenverlauf ähnelt einer Treppe: große vertikale Stufen bei Schocks, danach kaum oder gar kein Rückgang", sagte Georgiewa. Sie warnte, dass der Disinflationsprozess in vielen Ländern ins Stocken geraten sei und der zunehmende fiskalische Druck die Renditen von Kernanleihen nach oben treibe. Sie forderte die Regierungen auf, glaubwürdige mittelfristige Konsolidierungspläne vorzulegen, und betonte, dass sich die Zentralbanken weiterhin auf die Preisstabilität konzentrieren müssen, anstatt die Geldpolitik zu lockern, um den Staaten bei der Bewältigung der Schuldenlast zu helfen.arise+1
Die rasant steigenden Investitionen in künstliche Intelligenz, einschließlich der Strominfrastruktur, kurbeln das Wachstum in den USA und in Ländern an, die in die KI-Wertschöpfungskette integriert sind, wie etwa Südkorea, merkte Georgiewa an. Doch sie warnte, dass die zukünftigen Auswirkungen von KI auf Produktivität und Finanzstabilität von vielen Unbekannten geprägt seien. In einer separaten Rede auf dem Symposium in Jackson Hole gab sie zu bedenken, dass die Ära der Stablecoins den politischen Entscheidungsträgern immer weniger Spielraum für Fehler lasse, da ein schnelleres globales Finanzwesen auch schneller auftretende Finanzschocks bedeuten könne.businessamlive+1
"Ländern dabei zu helfen, fiskalischen Spielraum für wachstumsfördernde Ausgaben zu schaffen, ist in der derzeitigen Lage noch dringlicher", sagte Georgiewa und rief zu gemeinsamem Handeln bei Umschuldungen, dem Management von Übertragungseffekten und globalen Ungleichgewichten auf.arise+1