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ft.ft.investing+1.Der Gründer der SoftBank Group, Masayoshi Son, versucht laut einem Bericht der Financial Times vom Freitag, bis zu 100 Milliarden Dollar von Investoren aus der Golfregion einzusammeln, um seine Wetten auf künstliche Intelligenz auszuweiten. Dies berichtete die Zeitung unter Berufung auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. In den vergangenen Wochen führte Son Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Region, unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten.channelnewsasia+1
Laut FT soll das Geld in einen Fonds fließen, der Unternehmen erwirbt und anschließend KI sowie andere fortschrittliche Technologien einsetzt, um deren Betrieb zu optimieren. Roze, das Robotik- und physische KI-Geschäft von SoftBank, soll dabei eine Schlüsselrolle spielen. Son hofft, Roze zu einem späteren Zeitpunkt zu einer hohen Bewertung an die Börse zu bringen. Die Quellen gaben zu bedenken, dass die Gespräche möglicherweise nicht erfolgreich sein könnten. SoftBank lehnte eine Stellungnahme gegenüber der FT ab, und Reuters teilte mit, dass der Bericht nicht unmittelbar verifiziert werden konnte.ft+1
Die neue Fundraising-Initiative würde das bereits große KI-Engagement von SoftBank weiter verstärken, zu dem auch eine 65-Milliarden-Dollar-Investition in den ChatGPT-Hersteller OpenAI gehört. Letzte Woche gab SoftBank bekannt, dass man eine 30-Milliarden-Dollar-Investition in OpenAI im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde des Startups abgeschlossen habe.channelnewsasia+1
Um diese Verpflichtungen zu finanzieren, hat SoftBank massiv Kredite aufgenommen. Im vergangenen Monat verkaufte das Unternehmen Junk-Anleihen im Wert von über 11 Milliarden Dollar, das größte Hochzinsangebot aller Zeiten, mit Renditen von bis zu 9,75 Prozent. Die FT berichtete, dass das Beleihungsverhältnis des Unternehmens Ende Juni bei 13 Prozent lag, weit unter der Obergrenze von 25 Prozent für den normalen Geschäftsbetrieb, und der Nettoinventarwert bei 72,3 Billionen Yen lag.ft+1
Die SoftBank-Aktie fiel am Freitag im Handel in Tokio deutlich. Die FT berichtete, dass die Aktie in diesem Jahr zwar immer noch um 25 Prozent gestiegen ist, aber seit ihrem Höchststand im Juni, als SoftBank kurzzeitig das wertvollste Unternehmen Japans war, um mehr als 30 Prozent gefallen ist. Die Zeitung merkte zudem an, dass die Entscheidung von OpenAI, den lang erwarteten Börsengang zu verschieben, einige Investoren dazu veranlasst hat, die Frage zu stellen, wie viel Geld Son noch in KI investieren kann.investing+1
Es ist nicht das erste Mal, dass Son für große Summen in die Golfregion blickt. Der Staatsfonds Mubadala der VAE und der Public Investment Fund aus Saudi-Arabien investierten beide 2017 in den ersten 100-Milliarden-Dollar-Vision-Fonds von SoftBank. Abu Dhabi hat sich seitdem durch den Investmentfonds MGX und die KI-Holdinggesellschaft G42 zu einem der weltweit größten Geldgeber für KI entwickelt. Keiner der beiden reagierte auf die Anfrage der FT nach einer Stellungnahme.ft
Analysten warnen, dass die starke Abhängigkeit von SoftBank von OpenAI ein Risiko darstellt, falls die Bewertung des Startups sinken sollte. Ein Ansteckungseffekt könnte ziemlich schlimm und ziemlich schnell eintreten, sagte ein in Asien ansässiger Analyst gegenüber der FT.ft