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apnews+1apnews+1timesliveEin rekordverdächtiger El Niño steuert auf Südostasien zu und bringt Dürre, Waldbrände und Ernteausfälle mit sich, die laut Associated Press und internationalen Organisationen drohen, zig Millionen weitere Menschen in den Hunger zu treiben und die globalen Lebensmittelpreise drastisch zu erhöhen.apnews+1
Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration teilte in ihrer September-Prognose mit, dass eine 75-prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass der aktuelle El Niño alle bisherigen Ereignisse seit 1950 übertreffen wird, wobei die Anomalien der Meeresoberflächentemperatur möglicherweise 2,5 Grad Celsius übersteigen könnten. Die Wahrscheinlichkeitstabellen der NOAA zeigen eine 100-prozentige Chance, dass die El Niño-Bedingungen bis mindestens März 2027 anhalten. Der britische Wetter- und Klimadienst hat das sich intensivierende Ereignis als potenziell "stärkstes Ereignis seit Menschengedenken" bezeichnet.hurriyetdailynews+2
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen hat gewarnt, dass das Phänomen bis Ende 2027 mindestens 49 Millionen zusätzliche Menschen in akute Ernährungsunsicherheit stürzen könnte. Die drei größten Reisexporteure — Indien, Vietnam und Thailand — stehen vor geringeren Ernten, da Dürre die Landwirte zwingt, die Aussaat zu verschieben oder Anbauflächen zu reduzieren. In Thailand verbringen Reisbauern den Großteil ihrer Tage damit, Wasser auf die Felder zu pumpen, weil sie dem Regen nicht mehr trauen, berichtete AP.timeslive+2
Indonesien und Malaysia, die etwa 85 Prozent des weltweiten Palmöls liefern, stehen ebenfalls unter Druck. In Indonesien brennen Wald- und Torfgebiete, was giftigen Dunst über weite Gebiete verbreitet, während der Wasserstand eines wichtigen Stausees, der Jakarta versorgt, stetig sinkt. Analysten der The Goldman Sachs Group, Inc. schätzen, dass El Niño die globalen Lebensmittelpreise um mehr als 15 Prozent in die Höhe treiben könnte.apnews+2
Der Klimaschock trifft auf eine bereits bestehende wirtschaftliche Belastung. Ein am 16. September veröffentlichter Bericht der Risikoberatung Verisk Maplecroft ergab, dass konfliktbedingte Düngemittel- und Treibstoffkosten aus dem Golfkrieg die asiatischen Ernten zeitgleich mit El Niño treffen und die Ernährungsunsicherheit in der gesamten Region verschärfen. Mehr als 75 Prozent der Länder in Süd- und Südostasien werden auf dem Food Security Index von Verisk bereits als Hoch- oder sehr hohes Risiko eingestuft, und mehr als die Hälfte von ihnen ist zudem einem erhöhten Risiko für zivile Unruhen ausgesetzt.asiainsurancereview+1
"El Niño verschärft alle anderen Probleme, die wir sehen", sagte Paul Teng vom Iseas-Yusof Ishak Institute in Singapur. HSBCs Global Investment Research hat gewarnt, dass die wirtschaftlichen Gesamtschäden durch vergangene extreme El Niño-Ereignisse in die Billionen Dollar gingen und die aktuelle Episode noch schlimmer ausfallen könnte.hurriyetdailynews+1
Es wird prognostiziert, dass El Niño im Dezember seinen Höhepunkt erreicht, wobei die experimentellen Modelle der NOAA bis zum frühen Winter weiterhin historisch starke Bedingungen vorhersagen. Kareff Rafisura, Leiter der Katastrophenvorsorge bei der Wirtschafts- und Sozialkommission der Vereinten Nationen für Asien und den Pazifik, brachte den Einsatz auf den Punkt: "Was auch immer mit der Landwirtschaft passiert, bestimmt, ob die Menschen unter oder knapp über der Armutsgrenze bleiben."gfdl.noaa+1