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bloomberg+1wtvbamwtvbam+1Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am Mittwoch die Inflationsprognosen für fast alle G20-Volkswirtschaften angehoben und gewarnt, dass Zentralbanken von der Federal Reserve bis zur Bank of Japan die Geldpolitik weiter straffen könnten, da ein Energieschock im Nahen Osten den Preisdruck hoch hält.bloomberg+1
In ihrem am Mittwoch veröffentlichten Zwischenbericht hob die in Paris ansässige Organisation die Inflationsprognose für die G20-Staaten für 2027 auf 3,6 % an, nach 3,1 % im Juni, und passte die Schätzung für 2026 von 4,0 % auf 4,1 % an. Die OECD erhöhte die Verbraucherpreisprognosen für alle G20-Volkswirtschaften außer China und Saudi-Arabien.wtvbam+2
Der Bericht war nicht durchweg düster. Die OECD hob ihre globale Wachstumsprognose für 2026 von 2,8 % im Juni auf 2,9 % an und würdigte die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur, von Rechenzentren bis hin zu Halbleitern, als Stütze der Widerstandsfähigkeit, insbesondere in den USA, Japan und Südkorea.moderndiplomacy+1
Das US-Wachstum wurde für dieses Jahr auf 2,2 % und für 2027 auf 2,1 % nach oben korrigiert, da Unternehmensinvestitionen in KI die schwächeren Verbraucherausgaben ausglichen. Die Inflation in den USA wird für 2026 auf 3,6 % prognostiziert und soll 2027 auf 2,6 % sinken.wtvbam
Dennoch warnte die OECD, dass die KI-getriebene Widerstandsfähigkeit möglicherweise nicht von Dauer ist. Instabilität auf dem Energiemarkt, extremes Wetter in Verbindung mit einem starken El Niño, steigende Staatsanleiherenditen und enttäuschende Renditen bei KI-Investitionen könnten das globale Wachstum im nächsten Jahr um 0,7 Prozentpunkte schmälern und die Inflation um 1,1 Prozentpunkte erhöhen.moderndiplomacy+1
Der durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelöste Rohstoffpreisschock verfestige sich zunehmend, so die OECD, was die globale Wachstumsprognose für 2027 von 3,1 % auf 3,0 % drücke. Europa ist besonders exponiert: Das Wachstum in der Eurozone dürfte in beiden Jahren bei 1,0 % stagnieren, wobei die Erdgasvorräte vor der Heizsaison im Winter auf einem 15-Jahres-Tief liegen und die Inflation für 2026 auf 3,0 % und für 2027 auf 2,9 % prognostiziert wird.wtvbam+1
Auch der Ausblick für Kanada verschlechterte sich: Das Wachstum für 2026 wurde von 1,2 % auf 0,9 % und für 2027 von 1,7 % auf 1,3 % gesenkt, was die Belastung durch US-Zölle auf kanadische Exporte widerspiegelt.wtvbam
Der Bericht unterstreicht die Zwickmühle, in der sich die politischen Entscheidungsträger weltweit befinden. Da sich die Inflation als hartnäckiger erweist als erwartet, erklärte die OECD, dass die Zentralbanken die Zinssätze möglicherweise anpassen müssen, falls der Preisdruck zunimmt oder das Wachstum nachlässt. Japan sticht als eine Volkswirtschaft hervor, in der die Inflation voraussichtlich anziehen wird – von 1,8 % in diesem Jahr auf 2,6 % im Jahr 2027 –, angetrieben durch einen angespannten Arbeitsmarkt und starkes Lohnwachstum.bloomberg+2
Die Botschaft der OECD läuft auf eine Warnung hinaus, dass die Weltwirtschaft auf einem schmalen Grat wandelt: gestützt durch einen starken KI-Investitionszyklus, aber zunehmend anfällig für einen Energieschock, der sowohl das Wachstum als auch den Kampf gegen die Inflation untergraben könnte.