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reuters+1reuters+1nytimes+1Mehr als 200 Forscher und Ökonomen, darunter 15 Nobelpreisträger sowie Forscher von OpenAI, Anthropic und Google Alphabet Inc. , gaben am Montag eine gemeinsam unterzeichnete Erklärung ab, in der sie Regierungen dazu auffordern, die wirtschaftlichen Folgen der künstlichen Intelligenz dringend anzugehen. Die Unterzeichner warnten laut Reuters davor, dass KI eine größere wirtschaftliche Transformation als die Industrielle Revolution auslösen könnte.reuters+1
Die Erklärung forderte eine tiefere Erforschung der wirtschaftlichen Auswirkungen von KI und drängte politische Entscheidungsträger dazu, mit dem Aufbau der Richtlinien und Institutionen zu beginnen, die erforderlich sind, um sicherzustellen, dass die Vorteile der Technologie breit geteilt werden.reuters+1
Der Aufruf zum Handeln erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem neue Arbeitsmarktdaten veranschaulichen, wie schnell KI Arbeitsplätze weit außerhalb traditioneller Technologierollen umgestaltet. Eine letzte Woche vom Indeed's Hiring Lab veröffentlichte Studie ergab, dass in den Vereinigten Staaten 63 % der von KI betroffenen Berufsbezeichnungen vollständig außerhalb von Technologieberufen liegen. Die Rollen erstrecken sich über Vertrieb, Personalwesen, Kundenservice, Recht, Verwaltung, Lehre und sogar Fachberufe.hiringlab
Zu den Beispielen gehören Stellenausschreibungen für einen "AI Autonomous Truck Test Driver", einen "Physical Therapist (AI Documentation)" und einen "Real Estate Agent – AI Lead System Included". In Europa ist das Muster ähnlich: Deutschland liegt bei 59 % nicht-technischen KI-Rollen, die Niederlande bei 58 % und Frankreich sowie Großbritannien bei jeweils 54 %.hiringlab
Die Anzahl der von KI betroffenen Kategorien von Berufsbezeichnungen in den USA hat sich seit 2022 mehr als verdreifacht und erreichte Anfang 2026 822 verschiedene Titel — etwa jeder zwölfte auf der Plattform ausgeschriebene Jobtitel.hiringlab
Der offene Brief spiegelt einen breiteren Wandel in der Sichtweise von Ökonomen auf das Potenzial von KI auf dem Arbeitsmarkt wider. Wie die New York Times im April berichtete, haben Ökonomen, die die KI-Jobbedrohung einst abtaten, begonnen, ihre Prognosen anzupassen, und erkennen an, dass Störungen nahe sein könnten, auch wenn sich eine großflächige Verdrängung in den aggregierten Daten noch nicht materialisiert hat. Eine Analyse von Reuters Breakingviews im Juli stellte fest, dass, obwohl die meisten Datensätze noch begrenzte Beweise für einen gesamtwirtschaftlichen Arbeitsplatzverlust zeigen, die Auswirkungen in Form von "Aufgaben-Umverteilung und Produktivitätsgewinnen innerhalb von Unternehmen" sichtbar werden.nytimes+1
Eine Rede der Federal Reserve im Februar warnte davor, dass KI "die Arbeitsmärkte tiefgreifend stören und einigen Arbeitnehmern schaden könnte", insbesondere Berufseinsteigern in stark exponierten Berufen. Unterdessen veranstaltete Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. diesen Monat eine Diskussion mit dem MIT-Nobelpreisträger Daron Acemoglu darüber, ob KI eine Welle von Arbeitsplatzverlusten verursachen wird.goldmansachs+1
Die Unterzeichner der Erklärung scheinen Regierungen dazu zu drängen, nicht auf aggregierte Beweise zu warten, bevor sie handeln — eine Position, die sie den Daten voraussetzt, aber im Einklang mit dem beschleunigten Tempo der KI-Einführung in der Weltwirtschaft steht.