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global.morningstar+1sharecast+1youtubeDie Mercedes-Benz Group AG hat am Montag im Zuge der Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Das Unternehmen begründete dies mit einer schwächeren Nachfrage als erwartet in China, wo eine anhaltende Immobilienkrise das Vertrauen der Verbraucher in Premiumgüter weiter untergräbt.global.morningstar+1
Dieser Schritt erfolgt einen Tag, nachdem die Audi Volkswagen AG, die vollständig zum Volkswagen-Konzern gehört, ihre eigene Jahresprognose gekappt hat. Audi erwartet nun einen Umsatz von 58 bis 63 Milliarden Euro und eine operative Marge von 5 bis 7 Prozent, nachdem bei der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal im Mai noch 63 bis 68 Milliarden Euro sowie 6 bis 8 Prozent in Aussicht gestellt worden waren.audi+1
Die Prognosesenkungen sind die jüngsten in einer Reihe von Gewinnwarnungen deutscher Premium-Autobauer. Im Juni hatte BMW Bayerische Motoren Werke AG sein Ziel für die operative Marge im Automobilsegment für 2026 von 4 bis 6 Prozent auf 1 bis 3 Prozent gesenkt und dies mit der schwachen Nachfrage in China sowie wirtschaftlichen Verwerfungen durch den Konflikt im Nahen Osten begründet.cnbc+1
Porsche AG Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG meldete Anfang Juli, dass die Auslieferungen im ersten Halbjahr um 16 Prozent zurückgegangen seien, wobei das Volumen in China im Jahresvergleich um fast ein Drittel einbrach. CEO Michael Leiters räumte ein, dass eine Rückkehr zu historisch hohen Margen kurzfristig unwahrscheinlich sei, und nannte US-Zölle sowie den zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Hersteller als Haupthindernisse.linkedin+1
Der kombinierte Marktanteil von Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche im chinesischen Elektroautosegment fiel im ersten Quartal 2026 auf nur noch 1,6 Prozent, den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Mit nur 19.200 Neuzulassungen entspricht dies einem Rückgang von mehr als 55 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Verkäufe von Mercedes-Benz in China brachen in den ersten drei Monaten des Jahres um 27 Prozent ein, während die weltweiten Auslieferungen um etwa 10 Prozent zurückgingen.youtube+2
Die Morningstar-Analystin Rella Suskin schrieb vor den Ergebnissen am Montag, dass die Erholung der Auslieferungen in Nordamerika und Europa zwar sichtbar sei, dies jedoch nicht ausreiche, um den starken Rückgang in China auszugleichen. Sie fügte hinzu, dass es einen Stopp des Volumenrückgangs in China oder ein zweistelliges Volumenwachstum im Rest der Welt in der zweiten Jahreshälfte bräuchte, um den Umsatz stabil zu halten.global.morningstar
Audi-Finanzvorstand Jürgen Rittersberger sagte am Sonntag, dass herausfordernde geopolitische und wirtschaftliche Bedingungen die gesamte Automobilindustrie, einschließlich Audi, unter erhöhten Handlungsdruck setzen. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen gemeinsam mit dem Volkswagen-Konzern daran arbeiten müsse, das Geschäftsmodell neu auszurichten und umfassende strukturelle Verbesserungen umzusetzen.reuters+1