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theartnewspaper+1.theartnewspaper.theartnewspaper.theartnewspaper.theartnewspaper.Wie The Art Newspaper berichtet, veranstaltet Luma Arles drei zum Nachdenken anregende Ausstellungen, die die Schnittstellen von Kapitalismus, Stadtentwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit durch verschiedene künstlerische Ansätze untersuchen. Peter Fischlis „People Planet Profit“ hinterfragt, wie soziales Wohlergehen und finanzieller Gewinn koexistieren können, Bas Smets' „Climates of Landscape“ bietet praktische Lösungen für urbane Ökologien und Wael Shawkys „I Am Hymns of the New Temples“ vervollständigt diese kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Herausforderungen.
„People Planet Profit“ markiert Peter Fischlis erste monographische Ausstellung in Frankreich und präsentiert seine solistische künstlerische Praxis seit dem Ende seiner vier Jahrzehnte währenden Zusammenarbeit mit David Weiss. Die Ausstellung, die in den ehemaligen Industrieräumen von LUMA Arles untergebracht ist, vereint Skulpturen, Installationen, Videos und Klangstücke, die zwischen 2018 und heute entstanden sind und sich kritisch mit der visuellen Kultur und den Bedeutungssystemen des Kapitalismus auseinandersetzen. Fischli untersucht, wie kapitalistische Symbole und Infrastrukturen in einer zunehmend digitalen Welt um unsere Aufmerksamkeit konkurrieren, unsere Wahrnehmungen formen und unsere Bewegungen choreografieren.luma+2
Der Titel der Ausstellung bezieht sich auf das unternehmerische Konzept der „Triple Performance“ und hinterfragt, ob soziales Wohlergehen, ökologische Nachhaltigkeit und Profit tatsächlich koexistieren können oder ob ihre Versöhnung lediglich eine Fiktion des Spätkapitalismus ist. Die Entstehung dieses Projekts lässt sich auf Fischlis Erfahrungen am London City Airport zurückführen, wo er auf Regale voller Business-Ratgeber mit bizarren Titeln wie „How to Profit From Climate Change“ und „The Zen of Social Media“ stieß. Diese von Fischli dokumentierten Buchcover bilden einen zentralen Bestandteil der Ausstellung – einen „Mnemosyne-Atlas“ einer unterschätzten visuellen Kultur, die die Besessenheit unserer Gesellschaft von finanziellem Gewinn offenbart, oft auf Kosten ethischer Erwägungen.claudinecolin+2
Das Konzept der „spurgebundenen Züge“ revolutioniert den öffentlichen Nahverkehr in vielerlei Hinsicht, von praktischen Lösungen für urbane Mobilität bis hin zu künstlerischen Interpretationen, die unsere Wahrnehmung von Transiträumen herausfordern. Chinas Autonomous Rapid Transit (ART)-System stellt einen technologischen Durchbruch dar – es kombiniert die Geschwindigkeit der Bahn mit der Flexibilität von Bussen zu geringeren Kosten als herkömmliche U-Bahn-Systeme. Diese Fahrzeuge nutzen Drehgestell-Aufhängungssysteme, fahren aber wie Busse auf Reifen, was eine hybride Transportlösung schafft, die klimaneutral und an die bestehende Infrastruktur anpassbar ist.youtube+3
Parallel dazu haben Künstler das Zugerlebnis durch kreative Installationen neu interpretiert. Yong Ju Lees „Dispersion“-Skulpturen im Suin Line Memorial Park in Südkorea verwandeln stillgelegte Züge in verpixelte, sich auflösende Formen, die Nostalgie hervorrufen und gleichzeitig einen visuellen Rhythmus im öffentlichen Raum schaffen. Zu den weiteren bemerkenswerten Transit-Kunstwerken gehören Alexandre Da Cuhnas „Sunrise, Sunset, Sunrise“ an der Londoner Battersea Park Station, wo 3.500 mit Vinyl umwickelte Aluminiumprismen wechselnde Farbdisplays erzeugen, die sowohl natürliche Sonnenuntergänge als auch die Bewegung von Zügen widerspiegeln, sowie Katharina Grosses lebendige, sprühbemalte Landschaften entlang von Zugstrecken in Philadelphia, die die täglichen Erfahrungen der Pendler verändern. Diese Installationen dekorieren nicht nur Transiträume – sie definieren unsere Beziehung zu Bewegung, Erinnerung und urbanen Umgebungen neu.designboom+3
Bas Smets, ein weltweit anerkannter Landschaftsarchitekt, hat durch seine Philosophie des Mikroklima-Designs Pionierarbeit bei innovativen Ansätzen zur städtischen Kühlung geleistet. Seine Umgestaltung des 10 Hektar großen Parc des Ateliers bei LUMA Arles ist sein bisher bedeutendstes Klimaprojekt, bei dem eine karge Industriebrache in ein selbsterhaltendes Ökosystem verwandelt wurde, das die Umgebungstemperaturen drastisch senkt. Durch akribische atmosphärische Datenerfassung und strategische Eingriffe schuf Smets eine „Klimamaschine“, die die gefühlte Temperatur in den Sommermonaten um erstaunliche 20 Grad Celsius gesenkt hat.luma+2
Der Erfolg dieses Kühlsystems beruht auf mehreren integrierten Elementen: der Einführung von 80.000 sorgfältig ausgewählten Pflanzen, der Schaffung eines zentralen Sees, der die Verdunstung fördert, und der strategischen Manipulation der Topographie, um Brisen zu kanalisieren. Smets' Ansatz betrachtet Vegetation als das primäre Mittel der ökologischen Transformation und nutzt die Evapotranspiration – das Wasser, das Bäume bei der Photosynthese abgeben –, um die Umgebung auf natürliche Weise zu kühlen. Dieser biosphärische Urbanismus zeigt, wie Landschaftsarchitektur städtische Hitzeinseln effektiv abmildern und gleichzeitig ästhetisch ansprechende öffentliche Räume schaffen kann, die Stadtbewohner wieder mit der Natur verbinden und eine praktische Lösung für die zunehmenden Herausforderungen des Klimawandels in urbanen Umgebungen bieten.brusselsarchitectureprize+4