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bloomberg+1cryptobriefingcryptobriefing+1Eine neue Form der Gig-Arbeit breitet sich in über 50 Ländern aus: Tausende Vertragsarbeiter schnallen sich Kameras vor die Stirn und ziehen Bewegungstracking-Handschuhe an, um alltägliche menschliche Aufgaben aufzuzeichnen – Wäsche falten, abwaschen, Teile montieren –, damit humanoide Roboter lernen können, diese zu kopieren.
Der Trend, der am Donnerstag in einem Bloomberg-Newsletter detailliert beschrieben wurde, markiert möglicherweise die neueste Front der Gig-Economy: Hier ist das Produkt nicht Code, Content-Moderation oder Essenslieferung, sondern Rohmaterial von menschlichen Händen in Bewegung.bloomberg+1
Unternehmen wie Micro1, eine Robotik-Datenfirma aus Palo Alto, und Objectways, das Sammelzentren in Südindien betreibt, haben weitläufige Netzwerke von Arbeitern aufgebaut, die sich bei alltäglichen physischen Aufgaben mit tragbaren Sensoren und Kopfkameras filmen. Allein Micro1 sammelt nach eigenen Angaben monatlich über 160.000 Stunden Videomaterial aus tausenden einzigartigen Umgebungen in mehr als 75 Ländern.cryptobriefing+3
Das Material fließt direkt in die Trainingspipelines für humanoide Roboter, die unter anderem von Tesla , Figure AI und Scale AI entwickelt werden. Robotikfirmen geben jährlich insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar für diese Art von realen Trainingsdaten aus – ein Beleg dafür, wie schwierig es nach wie vor ist, Maschinen physische Geschicklichkeit allein durch Simulation beizubringen.inc+2
Eine Untersuchung der MIT Technology Review porträtierte Anfang des Jahres Arbeiter wie Zeus, einen Medizinstudenten in Nigeria, der 15 Dollar pro Stunde damit verdient, sich beim Bettenmachen und Kochen für Micro1 zu filmen. In Indien ist die Bezahlung weitaus niedriger – etwa 250 Rupien (rund 2,60 Dollar) pro Stunde –, wo Arbeiter in Regionen wie Tamil Nadu Haushalts- und Fabriktätigkeiten für Objectways aufzeichnen.instagram+3
Das Arrangement wirft Fragen auf, die an frühere Wellen der KI-Datenkennzeichnung erinnern, die in Schwellenländer ausgelagert wurden. Die Arbeiter wissen oft nicht, welche Unternehmen ihr Material letztlich verwenden werden, wie lange es gespeichert wird oder ob es über das Robotertraining hinaus zweckentfremdet werden könnte. Da der Arbeitsplatz häufig das eigene Zuhause ist, erfassen die Kameras zwangsläufig Familienmitglieder, persönliche Räume und andere unbeabsichtigte Details.cryptobriefing
Die Gig-Plattform Instawork hat begonnen, diese Praxis zu formalisieren, und ein Kamerasystem namens Instacore eingeführt – fünf Kameras an Kopf, Brust und Handgelenken, verbunden mit einem Computer-Rucksack –, das für Acht-Stunden-Schichten in kommerziellen Umgebungen wie Küchen und Lagerhallen konzipiert ist.instagram
Im Jahr 2025 flossen über 6 Milliarden Dollar in die humanoide Robotik, was den Bedarf an realen Manipulationsdaten befeuert, die kein Internet-Scraping liefern kann. China verfolgt ähnliche Ansätze mit VR-Headsets und Exoskeletten; das Pekinger Zentrum für das Training humanoider Roboter arbeitet mit einem Budget von 30 Millionen Dollar auf über 10.000 Quadratmetern. Der Wettlauf unterstreicht einen grundlegenden Engpass: Bevor Roboter an der Seite von Menschen arbeiten können, müssen sie sie zunächst beobachten.scsp222.substack+1