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theartnewspaper.theartnewspaper.theartnewspaper.theartnewspaper+1.theartnewspaper.Der renommierte französische Künstler und Kurator Jean-Marc Bustamante wird die Fondation Bustamante in der Kirche Sainte-Croix aus dem 12. Jahrhundert in Arles in Südfrankreich gründen. Die Eröffnung ist für den Sommer 2025 geplant. Dort sollen seine Werke – darunter seine bahnbrechenden „fotografischen Gemälde“ – sowie sein Archiv untergebracht werden, während gleichzeitig zeitgenössische Kunstausstellungen und pädagogische Meisterklassen in dieser UNESCO-Welterbestadt stattfinden, die für ihr reiches römisches und romanisches architektonisches Erbe bekannt ist.
Zwischen 1978 und 1982 schuf Jean-Marc Bustamante eine bahnbrechende Serie von Werken, die er „fotografische Gemälde“ nannte und in denen er die Außenbezirke von Barcelona mit seiner großformatigen 8×10-Zoll-Plattenkamera dokumentierte. Diese Werke, auch als Tableaux photographiques bekannt, hielten menschenleere Vorstadtlandschaften fest, wobei Bustamante sie als „langsame Schnappschüsse“ beschrieb, die dazu gedacht waren, „eine langsame Bewegung zu fixieren, die der Erde, aber auch die der Dezivilisation“.metmuseum+2
Die Serie war in ihrem Maßstab und Ansatz revolutionär, wobei die Originalabzüge mit 103 x 130 cm ungewöhnlich groß waren – Dimensionen, die zu jener Zeit eher mit der Malerei als mit der Fotografie assoziiert wurden. Diese bewusste Entscheidung trug dazu bei, die Präsenz der Fotografie im Bereich der bildenden Kunst zu behaupten. Bustamante produzierte mehr als 130 dieser Fotoleinwände, die kompositorische Struktur mit detailreichen Inhalten in Einklang bringen und Werke schaffen, die die Grenzen zwischen Fotografie und Malerei verwischen und gleichzeitig seine unverwechselbare künstlerische Stimme etablieren. Das Metropolitan Museum of Art merkt an, dass diese Vorstadtlandschaften Teil einer Tradition waren, die von Künstlern von impressionistischen Malern bis hin zu Fotografen des amerikanischen Westens wie Lewis Baltz und Robert Adams erforscht wurde.artnet+1
Die Kirche Sainte-Croix (Kirche des Heiligen Kreuzes) in Arles, in der Bustamantes Stiftung untergebracht sein wird, blickt auf eine jahrhundertealte Geschichte von Renovierungen zurück. Ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaut, hat die Kirche zahlreiche architektonische Umgestaltungen erfahren, wobei bedeutende Restaurierungsarbeiten im 19. Jahrhundert abgeschlossen wurden, nachdem das Gebäude während der Französischen Revolution beschädigt wurde, als es als Lagerstätte für Tierfutter zweckentfremdet worden war. Die historische Bedeutung des Gebäudes wird durch seine Aufnahme in die erste Liste der französischen historischen Denkmäler unter der Leitung des Schriftstellers Prosper Mérimée, dem damaligen Inspektor für antike Denkmäler der französischen Regierung, im Jahr 1840 hervorgehoben.arlestourisme+1
Die Kirche zeichnet sich durch ihre romanische Architektur mit späteren Ergänzungen aus, darunter ein 1440 erbauter Glockenturm und im 19. Jahrhundert vom Architekten Paul Abadie errichtete Sakristeien, die den ehemaligen gotischen Kreuzgang ersetzten. Im Inneren befinden sich bemerkenswerte künstlerische Elemente, darunter eine beeindruckende Orgel, die 1748 von Dom Bedos de Celles erbaut wurde, mit einem rokoko-polychromen Orgelgehäuse, das 2001 restauriert wurde. Bustamantes Wahl dieses historisch bedeutsamen Gebäudes verbindet seine zeitgenössische künstlerische Vision mit dem reichen architektonischen Erbe Frankreichs und setzt die Tradition der kulturellen Bewahrung und Umnutzung religiöser Räume fort, die seit der Zeit nach der Revolution andauert.rodama1789.blogspot+1
Arles ist ein bemerkenswertes Zeugnis für die Entwicklung einer antiken Stadt über mehrere historische Epochen hinweg und wurde 1981 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Das geschützte Gebiet umfasst 65 Hektar und präsentiert eine außergewöhnliche Sammlung römischer Denkmäler aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., darunter das beeindruckende Amphitheater, das römische Theater und die Kryptoportikus (unterirdische Galerien). Im 4. Jahrhundert n. Chr. erlebte Arles ein zweites goldenes Zeitalter, in dem die Thermen des Konstantin und die atmosphärische Nekropole Alyscamps entstanden, die bis ins 13. Jahrhundert genutzt wurde.wikipedia+2
Über das römische Erbe hinaus blühte Arles im 11. und 12. Jahrhundert erneut auf, wurde zu einer der attraktivsten Städte des Mittelmeerraums und entwickelte eine bedeutende romanische Architektur. Die Kirche Saint-Trophime mit ihrem kunstvollen Portal und Kreuzgang stellt eines der wichtigsten romanischen Denkmäler der Provence dar. Diese reiche Kulturlandschaft inspiriert auch heute noch die Kreativität und positioniert Arles als ein lebendiges Zentrum für Kunst und Kultur, in dem zeitgenössische Institutionen wie die Vincent van Gogh Stiftung und Luma Arles neben antiken Monumenten existieren und einen einzigartigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart schaffen.whc.unesco+2