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domusweb+1.domusweb+1.designboom+1.domusweb+1.archdaily+1.Die Bjarke Ingels Group (BIG) hat einen Wettbewerb zur Umgestaltung von drei großen öffentlichen Plätzen im Kopenhagener Stadtteil Ørestad mit „The Impact“ gewonnen, einem innovativen Entwurf, der 50.000 Quadratmeter städtischen Raum durch einen dramatischen „Riss“ neu interpretiert, der an einen Meteoriteneinschlag erinnert und das DR Concert Hall, die Bella Arena und die Royal Arena mit fließendem Wasser, Licht und einheimischer Vegetation verbindet.
Die Designphilosophie von „The Impact“ ist von Kintsugi inspiriert, der japanischen Kunst, zerbrochene Keramik mit Gold zu reparieren und Unvollkommenheiten in schöne Merkmale zu verwandeln. Bjarke Ingels beschreibt diese urbane Adaption als die Schaffung einer „beschleunigten Patina in dem ansonsten sehr neuen Stadtteil“, in dem „Risse und Brüche“ zu goldenen Pfaden werden, die es „Licht, Wasser und Natur ermöglichen, die Plätze zu beleben“. Anstatt dem urbanen Gefüge Kopenhagens weitere Oberflächen hinzuzufügen, verfolgt BIG einen Ansatz des Subtrahierens und Enthüllens, bei dem „perfekte, fertige Oberflächen“ aufgebrochen werden, um Raum für vielfältige Lebensformen und Aktivitäten zu schaffen.big+1
Dieses Konzept manifestiert sich auf jedem Platz unterschiedlich: Das DR Concert Hall bietet ein urbanes Becken mit abgestuften Sitzgelegenheiten und schwimmenden Inseln; die Bella Arena bietet intime, abgesenkte grüne „Räume“ mit Vegetation, die an den Fassaden der Gebäude emporrankt; und an der Royal Arena schafft ein dramatischer skulpturaler Bruch Versammlungsräume für Spiel und soziale Interaktion. Der goldene Riss, der diese Bereiche verbindet, dient sowohl als Orientierungshilfe als auch als metaphorische Lebensader und verkörpert die Weisheit von Leonard Cohen, die Ingels zitiert: „Es gibt einen Riss in allem. So kommt das Licht herein.“designboom
Der skulpturale „Riss“, der sich über die drei Plätze erstreckt, fungiert nicht nur als Verbindungselement – er ist eine dynamische, beleuchtete Verwerfungslinie, die sich mit der Zeit und den Jahreszeiten verändert. Dieser leuchtende Einschnitt dient als visuelle Signatur des Projekts und beginnt mit meteoritenartigen Installationen am Fields Mall, die die Erzählung des kosmischen Einschlags etablieren. Von diesem Ausgangspunkt aus wandert der goldene Riss über Straßen und Plätze und gipfelt an der Royal Arena in einer dramatischen urbanen Leere, die für gemeinschaftliche Zusammenkünfte umgenutzt wurde.designboom
Das Design der Verwerfungslinie integriert sowohl praktische als auch ästhetische Elemente: Sie bewirtschaftet Regenwasser durch offene Kanäle und topografische Becken, leitet Fußgängerbewegungen mit leuchtend grünen Linien, die sich mit öffentlichen Wegen verflechten, und schafft eine durchgehende visuelle Sprache, die die ansonsten unterschiedlichen Platzdesigns vereint. Im Laufe des Tages und über die Jahreszeiten hinweg verändert sich das Erscheinungsbild des Risses, während Licht, Wasser und Vegetation interagieren, was ein sich ständig wandelndes urbanes Erlebnis schafft, das BIG als „Leben zwischen den Gebäuden“ im Kopenhagener Stadtteil Ørestad beschreibt, einem Viertel, in dem das Unternehmen 15 Jahre zuvor sein ikonisches 8-House-Wohnprojekt fertigstellte.big+2
Ørestad repräsentiert Kopenhagens ehrgeizigstes Stadtentwicklungsprojekt und verwandelt das, was einst nur grüne Felder waren, in ein Labor für experimentelle Architektur und Stadtgestaltung. Der Stadtteil hat sich seit seiner Gründung in verschiedenen Phasen entwickelt, wobei charakteristische Gebäude renommierter Architekten seinen Charakter prägen. Die Präsenz von BIG war besonders einflussreich, beginnend mit den VM Houses und The Mountain, fortgesetzt mit dem gefeierten 8 House (fertiggestellt 2010) und nun erweitert auf das Projekt „The Impact“ – was eine zwei Jahrzehnte währende architektonische Reise in diesem Gebiet markiert.walktheroom+2
Trotz seiner architektonischen Ambitionen stand Ørestad vor Herausforderungen bei der Schaffung kohärenter urbaner Räume. Das Arenakvarteret (Arena-Viertel) führte einen menschlicheren Ansatz mit niedrig bebauten Gebäuden in der Nähe großer Veranstaltungsorte wie der Royal Arena (eröffnet 2016) ein. Jüngste Interventionen wie „Public“ – wo skandinavisches Design in einem durchdacht neu erfundenen Gebäude auf „leisen Luxus“ trifft – und die vorgeschlagenen urbanen Räume für Ørestad Süd zeigen die laufenden Bemühungen, mutige architektonische Aussagen mit lebenswerten Umgebungen in Einklang zu bringen, die die Gemeinschaft fördern und das „fehlende Identitätsgefühl“ angehen, das diesen schnell entwickelten Stadtteil herausgefordert hat.3xn+2