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arkeonews.arkeonews.arkeonews.arkeonews.arkeonews.Archäologen von Oxford Archaeology haben in Norfolk, England, einen bemerkenswert intakten Brunnen aus der Römerzeit freigelegt. Er zeichnet sich durch eine sorgfältig geflochtene Weidenkonstruktion aus, die fast 2.000 Jahre überdauert hat, da wassergesättigte, sauerstofffreie Bedingungen den Verfall der organischen Materialien verhinderten.
Römische Weidenbautechniken zeigten bemerkenswerte Vielseitigkeit und ingenieurtechnischen Einfallsreichtum. Die Römer adaptierten Flechtmethoden von früheren Zivilisationen wie den Ägyptern und Sumerern, die Weidengeflecht bereits seit etwa 4000 v. Chr. für verschiedene Anwendungen, einschließlich Unterkünften und Transportmitteln, nutzten. Für Strukturen wie Brunnen wandten die Römer mehrere charakteristische Techniken an: Horizontale „Schwellenbalken“ wurden oft als Fundament platziert, während Weidenwände geschaffen wurden, indem Pfähle in einem kreisförmigen Muster in den Boden getrieben und flexible Materialien dazwischen geflochten wurden. Diese Flechtwerktechnik bot bei korrekter Ausführung eine überraschende strukturelle Integrität.patioproductions+2
Die Römer entwickelten zudem spezialisierte Flechtmuster für unterschiedliche Anwendungen, darunter das einfache Über-und-Unter-Flechten, Doppelgeflechte, Paarungen, dreifache Drehungen und das sogenannte Waling. Diese Techniken beschränkten sich nicht nur auf Brunnen – die Römer weiteten die Verwendung von Weidengeflecht auf Sichtschutzwände, Möbel und sogar militärische Ausrüstung wie den Pelta-Schild aus. Was die römische Weidenkonstruktion besonders effektiv machte, war ihr Materialvorbereitungsprozess: das Einweichen der Fasern, um die Flexibilität vor dem Flechten zu erhöhen, und deren Behandlung mit schützenden Substanzen, um Sprödigkeit und Schädlingsbefall im Laufe der Zeit zu verhindern. Dieser methodische Ansatz beim Weidenbau erklärt, warum einige römische Weidenstrukturen bei günstigen Bedingungen fast zwei Jahrtausende überdauert haben.wickerworks+2
Die außergewöhnliche Erhaltung des römischen Weidenbrunnens in Norfolk ist auf die wassergesättigte, anaerobe Umgebung zurückzuführen, in der er gefunden wurde. Diese sauerstofffreien Bedingungen im Untergrund verhinderten die natürlichen Zersetzungsprozesse, die organische Materialien normalerweise über Jahrhunderte hinweg zerstören würden. In solchen Umgebungen können Mikroorganismen, die organisches Material abbauen, nicht gedeihen, wodurch Materialien wie Holz, Weidengeflecht, Leder und Textilien über Jahrtausende intakt bleiben.arkeonews+1
Archäologische Stätten mit wassergesättigten Bedingungen liefern oft bemerkenswerte organische Funde, die einzigartige Einblicke in das antike Leben gewähren:
thehistoryblog+1icom-cc+2thehistoryblog+1linkedin+1Die römische Landschaft von Norfolk war weitgehend gerodet und landwirtschaftlich genutzt, was eine Bevölkerung von mehreren hunderttausend Menschen in einem dichten Netzwerk ländlicher Siedlungen unterstützte. Archäologische Untersuchungen deuten auf eine Dichte von 0,5 bis 1,0 Fundstellen pro Quadratkilometer hin, wobei über 8.000 römische Stätten und Funde im gesamten Landkreis verzeichnet sind. Diese Siedlungen variierten in Typ und Status, von einfachen Gehöften bis hin zu aufwendigen Villenkomplexen, wobei jüngste Ausgrabungen an Orten wie Snettisham, Downham Market, Brettenham, Kilverstone und Watlington wertvolle Einblicke in das ländliche römische Leben lieferten.arkeonews+1
Während man früher annahm, dass sich römische Villen hauptsächlich entlang des Fen-Randes und im Nordwesten von Norfolk konzentrierten, deuten neue Entdeckungen auf eine weiter verbreitete Verteilung in der gesamten Region hin. Das Marschland im Westen, das ursprünglich sumpfig war, wurde während der frühen römischen Zeit trocken genug, um Besiedlung und Landwirtschaft zu ermöglichen, wobei wohlhabende Villen am Fen-Rand an Orten wie Feltwell und Methwold errichtet wurden. Jenseits des Verwaltungszentrums in Venta Icenorum (dem heutigen Caistor St. Edmund) florierten kleinere Siedlungen an Flussübergängen und Kreuzungen, die als Märkte, Industriezentren und religiöse Stätten dienten, wie aktuelle Ausgrabungen in Scole und Billingford belegen.archaeologydataservice+1