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japantimes+1Reuters+1japantimesJapan hat wahrscheinlich US-Staatsanleihen im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar veräußert, um die größte monatliche Währungsintervention der Geschichte zu finanzieren. Dies geht aus Daten des Finanzministeriums hervor, die am Montag veröffentlicht wurden.
Tokios Bestand an ausländischen Wertpapieren sank Ende August gegenüber dem Vormonat um 87,8 Milliarden Dollar, wie Bloomberg berichtete. Dieser Rückgang deckt sich weitgehend mit dem Umfang der jüngsten Yen-Kaufoperationen der Regierung. Das Ministerium hatte zuvor bestätigt, dass die Behörden zwischen dem 30. Juli und dem 26. August rekordverdächtige 15,4 Billionen Yen – etwa 98,6 Milliarden Dollar – für Interventionen aufgewendet haben. Ein Teil davon wurde gemeinsam mit den USA durchgeführt, was die erste koordinierte Währungsoperation zwischen beiden Ländern seit 2011 darstellte.bloomberg+3
Japans gesamte Devisenreserven fielen laut der Japan Times Ende August auf etwa 995 Milliarden Dollar und unterschritten damit erstmals seit Langem die Schwelle von 1 Billion Dollar. Die gesamten offiziellen Reservevermögenswerte, zu denen Gold und IWF-Positionen gehören, beliefen sich auf 1,208 Billionen Dollar, ein Rückgang um den Rekordwert von 79,6 Milliarden Dollar gegenüber dem Vormonat, so Reuters.japantimes+2
Obwohl die Daten des Ministeriums nicht aufschlüsseln, welche Wertpapiere verkauft wurden, schätzen Marktteilnehmer, dass etwa 70 Prozent der japanischen Devisenreserven in US-Staatsanleihen investiert sind. Da der Preis für 10-jährige Staatsanleihen Ende August im Vergleich zum Juli nur geringfügig niedriger war, deutet dies darauf hin, dass Bewertungsänderungen nur einen kleinen Teil des Rückgangs ausmachten – und dass direkte Verkäufe den Großteil des Abfalls verursachten.Reuters+2
Die Verkäufe unterstreichen die Spannungen in den Finanzbeziehungen zwischen den USA und Japan. Finanzminister Scott Bessent hat sich vor den Zwischenwahlen auf die Stabilität des Anleihemarktes konzentriert und kürzlich eine Verdoppelung der staatlichen Rückkäufe von längerfristigen Schuldtiteln bis zum 4. November angekündigt, um die Renditen zu begrenzen. Japans Bereitschaft, Staatsanleihen zur Verteidigung des Yen zu verkaufen, birgt das Risiko, diesen Bemühungen entgegenzuwirken.japantimes
Finanzministerin Satsuki Katayama hat angedeutet, dass künftige Interventionen die FIMA-Repo-Fazilität der Federal Reserve nutzen könnten. Diese ermöglicht es Japan, täglich bis zu 60 Milliarden Dollar gegen seine Bestände an Staatsanleihen zu leihen, ohne diese direkt verkaufen zu müssen. Ein solcher Mechanismus könnte den Druck auf die US-Anleihemärkte verringern und gleichzeitig Japans Interventionskapazität erhalten. Die kumulierten Yen-Kaufinterventionen im Jahr 2026 haben nun 27 Billionen Yen überschritten und damit alle bisherigen Jahresrekorde gebrochen.Crypto Briefing+2