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semaforunbreakwaveadvisors"Der Winter kommt", erklärte IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Dienstag auf der Veranstaltung Next 3 Billion von Semafor in New York. Sie warnte davor, dass die Preise weiter steigen werden, da der Iran-Konflikt die Energiekosten in die Höhe treibt und Zentralbanken weltweit zu einer erneuten Straffung der Geldpolitik zwingt.semafor
Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Vereinten Nationen das globale Wachstum für 2026 auf nur 2,6 Prozent prognostizieren, was deutlich unter dem Vor-Pandemie-Niveau von 3,2 Prozent liegt. Gleichzeitig ist der Preis für Brent-Rohöl seit Februar um etwa 40 Prozent auf rund 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Georgieva merkte an, dass Investitionen in KI den Energieschock zwar teilweise abgefedert haben, dies jedoch nicht ausreicht, um die Schließung der Straße von Hormus zu kompensieren. "Wir sollten uns darauf einstellen, dass die Menschen unzufriedener werden", sagte sie. "Vielleicht auf der Straße."un+1
Der Energieschock hat den disinflationären Trend, den die Zentralbanken jahrelang mühsam aufgebaut hatten, zunichtegemacht. Die US-Notenbank Federal Reserve hob die Zinsen am 16. September um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent an, wobei Fed-Chef Kevin Warsh betonte, dass die Inflation "zu lange zu hoch" geblieben sei. Die Europäische Zentralbank erhöhte die Zinsen am 10. September um 25 Basispunkte, wodurch der Einlagensatz auf 2,50 Prozent stieg, nachdem die Inflation im Euroraum im August 3,3 Prozent erreicht hatte. Die Bank of Japan hob ihren Leitzins auf 1,25 Prozent an, den höchsten Stand seit 1995.breakwaveadvisors
Der Markt für Zinsswaps rechnet nun mit mindestens einer weiteren Zinserhöhung in den Industrienationen bis zum Jahresende, wobei laut RSM-Chefökonom Joseph Brusuelas für 2027 weitere Anstiege erwartet werden. Die Inflationsdaten sprechen eine deutliche Sprache: Die USA und Großbritannien liegen bei 3,4 Prozent, Australien bei 3,2 Prozent, Neuseeland bei 4,1 Prozent und Spanien bei 4,6 Prozent.realeconomy.rsmus
Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. lieferte eine kontraintuitive Einschätzung und argumentierte, dass die USA möglicherweise ein weniger hartnäckiges Inflationsproblem haben als andere Länder. Die Ökonomin Megan Peters stellte fest, dass der Inflationsüberhang bei Waren in den USA weitgehend durch zwei vorübergehende Faktoren getrieben wird: Zölle, die 2,4 Prozentpunkte zur Kerninflation bei Waren beitragen, und preisbedingte Verzerrungen bei KI-Speicherchips, die einen weiteren Prozentpunkt hinzufügen. Beide Effekte dürften abklingen. Nach Bereinigung um Messunterschiede sei "die Kerninflation bei Dienstleistungen in den USA tatsächlich niedriger als in anderen großen Industrienationen", schrieb Peters.investing
Schwellenländer stehen unterdessen vor dem, was Georgieva als "Bestrafung für die Sünden anderer" bezeichnete, da steigende globale Zinsen hart erarbeitete fiskalische Gewinne zunichtemachen. Der UN-Bericht stützte diese Sorge und stellte fest, dass Entwicklungsländer angesichts hoher Kreditkosten und begrenzter fiskalischer Spielräume "besonders anfällig" seien. Mit dem für den 24. September in Washington geplanten Treffen zwischen Trump und Xi und den weiterhin durch iranische Stellvertreter bedrohten Öltransportrouten bleibt der weitere Weg voller Risiken.forbes+2