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aljazeera+1newarabaljazeeraDer Gouverneursrat der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) stimmte am Mittwoch dafür, die Nichteinhaltung der Atomauflagen durch den Iran an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu verweisen. Dies markiert den ersten derartigen Schritt seit zwei Jahrzehnten und vertieft den diplomatischen Graben zwischen den westlichen Mächten und dem Block aus Russland und China bezüglich des iranischen Atomprogramms.
Die von den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland eingereichte Resolution wurde mit 23 Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen (Russland, China und Niger) und acht Enthaltungen angenommen. Sie fordert den Iran auf, "dringend seine Nichteinhaltung zu beheben" und "ernsthaft und ohne Vorbedingungen in Gespräche einzutreten, die darauf abzielen, internationales Vertrauen in die ausschließlich friedliche Natur des iranischen Atomprogramms aufzubauen".aljazeera+2
Die Überweisung erfolgte, nachdem IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi am Donnerstag enthüllte, dass Satellitenbilder neue Bauaktivitäten am iranischen Pickaxe Mountain entdeckt haben, einem befestigten unterirdischen Komplex nahe der Urananreicherungsanlage Natanz. "Es gibt einige Anzeichen für Bewegungen rund um diese Baustelle", sagte Grossi gegenüber Bloomberg Television. Die Behörde konnte das Innere des Tunnelkomplexes nicht inspizieren und stützt sich auf Fernaufnahmen.bloomberg+1
Stunden nach der Überweisung trat der Sicherheitsrat am Donnerstagmorgen zu seiner 10.218. Sitzung zusammen, um die Iran-Akte und den ruhenden Sanktionsausschuss zu erörtern. Die Sitzung legte schnell tiefe Spaltungen unter den fünf ständigen Mitgliedern offen.press.un
Der russische Gesandte Wassili Nebensja wies den Versuch zurück, den Sanktionsausschuss 1737 wiederzubeleben, und sagte, Moskau werde "unter keinen Umständen zulassen, dass Sanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt werden". Chinas Vertreter argumentierte, dass Washingtons einseitiger Ausstieg aus dem Atomabkommen von 2015 und die darauffolgenden militärischen Aktionen die "Wurzel der gegenwärtigen Situation" seien. Die britische Botschafterin Sarah MacIntosh entgegnete, dass alle Mitgliedstaaten verpflichtet seien, Sanktionsresolutionen umzusetzen, einschließlich eines Waffenembargos.wanaen+1
Der iranische Vertreter bei der IAEA, Reza Najafi, nannte die Resolution "völlig kontraproduktiv" und sagte, sie sei "unter politischem Druck der USA und ihrer Verbündeten verabschiedet worden und hat unserer Ansicht nach keine Grundlage". Der stellvertretende Außenminister Kasem Gharibabadi beschuldigte die westlichen Mächte, unter Aufsicht stehende Anlagen zerstört und die daraus resultierende Störung als Vorwand für die Resolution genutzt zu haben.newarab+1
Teheran hat IAEA-Inspektoren den Zugang zu Atomanlagen verwehrt, die während des Krieges im Juni 2025 getroffen wurden, wodurch die Behörde nicht in der Lage ist, den Status von etwa 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertem Uran – nahe waffenfähiger Qualität – zu überprüfen.iranwire+1
Am Mittwoch verwies Präsident Donald Trump auf einem Parteitag der Republikaner auf den Pickaxe Mountain und warnte: "Ich würde dem Iran raten, nicht frech zu werden, denn wir werden sie sehr hart treffen müssen". Das Center for Strategic and International Studies in Washington erklärte, eine Analyse von sechs Jahren Bildmaterial des Standorts deute auf "einen deutlichen Anstieg der Bautätigkeit im Jahr 2026" hin.timesofisrael
Ali Vaez von der International Crisis Group sagte gegenüber AFP, die Resolution sei "letztlich eine Übung in Nutzlosigkeit", da Russland und China "wahrscheinlich sicherstellen werden, dass der westliche Druck im Sicherheitsrat gegen eine Wand läuft".aljazeera+1