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baystreet+1baystreet+1farmersweekly+1Die Straße von Hormus bleibt mehr als fünf Monate nach Beginn des israelisch-amerikanischen Luftkriegs gegen den Iran Ende Februar 2026 praktisch geschlossen. Diese anhaltende Blockade ordnet die globalen Handelsströme für Rohstoffe von Flüssiggas (LPG) bis hin zu Düngemitteln völlig neu.wikipedia+1
Die Blockade hat die LPG-Exporte aus Saudi-Arabien, Katar, den VAE und dem Iran zum Erliegen gebracht und zwingt Einkäufer weltweit, auf alternative Quellen auszuweichen. Vor der Krise passierten täglich rund 54 Öl-, Chemie- und Flüssiggastanker die Straße von Hormus, bis Ende Mai sank diese Zahl auf durchschnittlich elf Schiffe pro Tag. Indien, das rund 90 % seines Flüssiggases aus dem Nahen Osten importiert, erlebte im März seine schwerste Kochgaskrise seit Jahrzehnten, wobei die Verkäufe staatlicher Händler im Jahresvergleich um mehr als 17 % einbrachen.baystreet+1
Die USA haben sich als Hauptprofiteur dieser Entwicklung herauskristallisiert. Die amerikanischen LPG-Exporte, die nach der Schiefergas-Revolution ohnehin bereits die weltweit größten waren, verzeichneten einen sprunghaften Anstieg, da asiatische und europäische Käufer ihre Importe weg vom Persischen Golf verlagerten. Die Propanpreise an der texanischen Golfküste kletterten bis Mitte Juni im Vergleich zum Vorkriegsniveau um rund 25 %. Indien weicht nun verstärkt auf amerikanisches Propan aus, und private Rohstoffhändler mit flexiblen Flotten spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Lieferketten.baystreet
Die Krise greift weit über die Energiemärkte hinaus. Ballance Agri-Nutrients, eine neuseeländische Genossenschaft für Düngemittel im Besitz von Landwirten, warnte in ihrem Marktbericht für August, dass die Preise für Schwefel, Harnstoff und DAP weiterhin „äußerst empfindlich auf die Entwicklungen im Nahen Osten“ reagieren. Die Störungen in der Straße von Hormus wurden als zentrales Preisrisiko für das anstehende Frühjahr auf der Südhalbkugel eingestuft.farmersweekly
Die Schwefelpreise verharren angesichts des knappen Angebots und der unsicheren Schifffahrtswege auf historisch hohem Niveau. Die Harnstoffmärkte konnten sich zwar leicht stabilisieren, verzeichneten jedoch mit der Fortdauer des Konflikts erneute Preisanstiege. Eine Analyse der University of Illinois vom März ergab, dass die Harnstoffpreise bereits in den ersten Wochen der Krise um mehr als 28 % gestiegen waren. Die Bank of America schätzte laut Forbes, dass einige Düngemittelpreise sogar um 30 % bis 40 % zulegten.farmdocdaily.illinois+2
Eine mögliche Entspannung zeichnet sich am Horizont ab. Der Iran und Oman gaben diese Woche bekannt, dass sie sich auf neue Koordinaten für eine Schifffahrtsroute durch die Meerenge geeinigt haben, eine Entwicklung, die von Energiemärkten und Regierungen aufmerksam verfolgt wird. Ob diese Vereinbarung tatsächlich zu einer spürbaren Wiederöffnung für den kommerziellen Schiffsverkehr führt, bleibt jedoch abzuwarten.aljazeera+1
„Störungen sind mittlerweile die neue Normalität“, sagte Shane Crean, Einkaufsleiter bei Ballance. „Ein großer Teil des Düngemittelangebots ist an die Region des Persischen Golfs gekoppelt. Dadurch reagieren viele Düngemittelprodukte, die von neuseeländischen Landwirten und Erzeugern genutzt werden, besonders empfindlich auf die dortigen Entwicklungen.“farmersweekly