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morningstar+1reuters+1investing+1Ein heftiger Ausverkauf bei Speicherchip-Aktien hat sich bis Mitte Juli verschärft. Ein Zusammenspiel aus geopolitischen Turbulenzen, steigenden Ölpreisen und der Sorge vor wachsender chinesischer Konkurrenz setzte den Halbleiterwerten von Seoul bis zur Wall Street schwer zu.
Der Philadelphia Semiconductor Index fiel im Juli um fast 21 Prozent, wobei 18 Tech-Aktien im Laufe des Monats mindestens 30 Prozent einbüßten, wie aus Daten von MarketWatch hervorgeht, die von Morningstar zitiert wurden. Der Roundhill Memory ETF sowie führende Speicherchiphersteller wie Micron , Samsung Electronics und SK Hynix rutschten allesamt in einen Bärenmarkt ab, nachdem sie um mehr als 20 Prozent von ihren jüngsten Höchstständen eingebrochen waren.finance.yahoo+2
Der Kurssturz beschleunigte sich Mitte Juli, als Reuters berichtete, dass asiatische Aktien durch Chipwerte erneut unter Druck gerieten. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um mehr als 2,5 Prozent, und Japans Nikkei 225 steuerte auf eine technische Korrektur zu, mit einem Minus von 10 Prozent gegenüber seinem Höchststand im Juni. Der südkoreanische Kospi gehörte zu den am stärksten betroffenen Märkten: Die Aktien von SK Hynix brachen Mitte Juli in einer einzigen Sitzung um rekordverdächtige 15,4 Prozent ein, während Samsung Electronics um 10,7 Prozent nachgab.youtube+2
Steigende Ölpreise verstärkten die Verunsicherung der Anleger. Die Sorte Brent Rohöl notierte um den 17. Juli herum bei etwa 85 US-Dollar pro Barrel, nachdem sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran drastisch verschärft hatten. Reuters berichtete, dass US-Präsident Donald Trump ein Interimsabkommen mit dem Iran für „beendet“ erklärte. Dies ließ den Ölpreis innerhalb von drei Tagen um rund 10 Prozent in die Höhe schnellen, während die USA iranische Ziele bombardierten und der Iran US-Stützpunkte im Golf angriff.reuters+2
Zusätzlichen Druck erzeugte ein Bericht von Reuters, wonach das chinesische Startup DeepSeek einen eigenen KI-Chip für Inferenz-Computing entwickelt. Dieser Schritt könnte die Abhängigkeit von etablierten Chipherstellern verringern und den Wettbewerb im Speichersektor verschärfen. Die Nachricht löste das aus, was südkoreanische Analysten als „zweiten DeepSeek-Schock“ bezeichneten, und ließ Micron um 4,7 Prozent, SanDisk um 7,3 Prozent und Western Digital um 7,9 Prozent in einer einzigen Sitzung einbrechen.reuters+1
Während die Speicherchip-Aktien taumelten, konnte SanDisk einen Erfolg verbuchen. Unter Berufung auf ein internes Memo von Meta Platforms berichtete Reuters, dass sich Meta im Zuge eines umfassenden Ausbaus seiner KI-Infrastruktur mehrjährige Lieferverträge gesichert hat. Diese umfassen Flash-Speicher von SanDisk, DRAM von Samsung und Glasfaser-Ausrüstung von Sumitomo Electric. SanDisk gab bekannt, dass diese mehrjährigen Liefervereinbarungen einen vertraglich zugesicherten Mindestumsatz von rund 42 Milliarden US-Dollar ausmachen. Die Aktie legte nach dieser Nachricht um fast 7 Prozent zu, bevor sie vom allgemeinen Ausverkauf wieder nach unten gezogen wurde.finance.yahoo+1
Trotz der heftigen Verluste sehen einige Analysten in dem Rückgang eher eine Bewertungskorrektur als einen Einbruch der langfristigen Nachfrage. Sie weisen darauf hin, dass die Angebotsengpässe bei Speicherchips voraussichtlich bis mindestens 2027 anhalten werden.investing+1