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reuters+1businesstimesndtvprofit+1Die Zentralbanken der G7-Staaten steuern in dieser Woche auf einen restriktiveren geldpolitischen Kurs zu. Die Federal Reserve, die Bank of Japan und die Bank of England werden innerhalb weniger Tage ihre Zinsentscheidungen bekannt geben – eine Phase, die das globale Finanzumfeld für den Rest des Jahres 2026 maßgeblich prägen könnte.
Die wichtigste Entscheidung der Woche fällt am Mittwoch, wenn die Federal Reserve ihr Treffen vom 15. bis 16. September abschließt. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 90 Prozent ein, dass Fed-Chef Kevin Warsh und seine Kollegen den Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Zielspanne von 3,75 bis 4 Prozent anheben werden. Dies wäre die erste Erhöhung seit Mitte 2023.businesstimes+2
Die Wahrscheinlichkeit stieg, nachdem der Verbraucherpreisindex für August zeigte, dass die jährliche Inflation bei 3,4 Prozent verharrt, während die Kerninflation mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet zulegte. Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. , JPMorgan , HSBC und die Deutsche Bank haben sich alle für eine Anhebung ausgesprochen. Drei Fed-Vertreter hatten bereits beim Juli-Treffen für eine Zinserhöhung gestimmt.reuters+4
"Wir erwarten nun, dass die Fed in diesem Jahr zweimal die Zinsen anhebt, im September und im Dezember", sagte Michael Feroli, Chefökonom für die USA bei JPMorgan. "In diesem Stadium könnte es die Glaubwürdigkeit der Institution gefährden, wenn den Worten keine Taten folgen."businesstimes
Dieser Schritt würde wahrscheinlich Präsident Donald Trump herausfordern, der die Fed öffentlich dazu gedrängt hat, die Zinsen stabil zu halten oder zu senken.cnbc
Es wird allgemein erwartet, dass die Bank of Japan bei ihrem am Freitag endenden Treffen den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent anhebt – das höchste Niveau seit April 1995 und die zweite Erhöhung in diesem Jahr, nur drei Monate nach dem Anstieg im Juni. Japans größter Lohnanstieg seit fast drei Jahrzehnten hat die Argumente für eine Straffung gestärkt. Die Märkte sehen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 76 Prozent für diesen Schritt.thestar+4
Morgan Stanley MUFG Securities erwartet, dass Gouverneur Kazuo Ueda auf der Pressekonferenz nach der Entscheidung auf "das Risiko hinweisen wird, dass die zugrunde liegende Inflation die 2-Prozent-Marke überschreiten könnte".marketscreener
Die Europäische Zentralbank hat ihren Teil am 10. September vollzogen und den Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent angehoben – die zweite Erhöhung seit Ausbruch des Iran-Konflikts. EZB-Präsidentin Christine Lagarde warnte in einem Interview mit Ouest-France, dass der Inflationsschock "wahrscheinlich länger anhalten wird, als wir erwartet hatten", und verwies dabei auf den Krieg und die Zerstörung von Raffineriekapazitäten.khancapitals+2
Die Bank of England wird am Donnerstag voraussichtlich die Zinsen bei 3,75 Prozent belassen, doch Goldman Sachs prognostiziert nun eine Anhebung im November, da die Inflation im August voraussichtlich auf ein Fünfmonatshoch von 3,1 Prozent steigen wird. Drei Vertreter hatten bereits im Juli für eine Anhebung gestimmt.ndtvprofit+2
Ölpreise über 100 Dollar pro Barrel, befeuert durch Angriffe auf Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline und Drohungen gegen die Schifffahrt durch die Straße von Hormus, verstärken den Inflationsdruck weltweit. Die Analysten von Bloomberg Economics, Anna Wong, Andrew Sacher und Eliza Winger, drücken es unverblümt aus: "Das ungefilterte Marktsignal ist klar: Investoren wollen und erwarten, dass das FOMC die Zinsen anhebt. Wenn es das nicht tut, wird Warsh in den Augen der Marktteilnehmer an Glaubwürdigkeit verlieren."thestar+3