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barchartreuters+1tmgmDie US-Wirtschaft schuf im August 162 000 neue Stellen, was die Konsensprognosen fast verdreifachte und die Erwartungen neu entfachte, dass die Federal Reserve die Zinsen noch in diesem Monat anheben wird. Die Überraschung am Arbeitsmarkt, die das Bureau of Labor Statistics am vergangenen Freitag meldete, hat die geldpolitischen Aussichten auf den globalen Märkten vor einer Woche voller Inflationsdaten und Zentralbankentscheidungen verändert.reuters+1
Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft lag bei 162 000 und übertraf damit bei weitem den von Ökonomen erwarteten Zuwachs von etwa 55 000, während der ursprünglich gemeldete Rückgang vom Juli um 23 000 auf einen Zuwachs von 21 000 revidiert wurde. Die Arbeitslosenquote blieb stabil bei 4,1 Prozent. Die Haushaltsumfrage war sogar noch beeindruckender und zeigte laut CNBC einen Beschäftigungsanstieg von 569 000 und einen Zuwachs von 683 000 Personen in der Erwerbsbevölkerung.cnbc+2
Die Geldmärkte preisten laut den von Prime Terminal und dem FedWatch-Tool der CME Group verfolgten Termindaten schnell eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 Prozent für eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt bei der Fed-Sitzung am 15. und 16. September ein. Diese Wahrscheinlichkeit war bereits seit der hawkishen Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole Ende August gestiegen, die die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung zunächst auf über 57 Prozent getrieben hatte.tmgm+4
Die starken Arbeitsmarktdaten ließen die Renditen für US-Staatsanleihen steigen und stützten den Dollar, während sie Gold und risikosensible Währungen belasteten. Gold fiel am Montag um mehr als 0,40 Prozent und notierte bei etwa 4 412 Dollar, da höhere Zinserwartungen die Attraktivität des zinslosen Metalls schmälerten. Der neuseeländische Dollar fiel am Montag um 0,54 Prozent gegenüber dem Greenback, unter Druck durch die hawkishe Fed-Neubewertung und enttäuschende chinesische Handelsdaten.tradingkey+1
Der Dollar-Index rutschte am Dienstag jedoch auf ein Zweiwochentief, da die Stärke des japanischen Yen, der aufgrund revidierter BIP-Daten für das zweite Quartal und Spekulationen um die Anleiheallokation des staatlichen Pensionsfonds auf ein 6,5-Monatshoch kletterte, die zinsbedingte Unterstützung des Greenbacks ausglich.barchart
Die Märkte richten ihr Augenmerk nun auf eine kritische Phase mit US-Daten. Der Erzeugerpreisindex (PPI) wird am Donnerstag veröffentlicht, gefolgt vom Verbraucherpreisindex (VPI) am Freitag. Diese Werte werden wahrscheinlich bestimmen, ob die Fed bei ihrer Sitzung im September eine Straffung vornimmt. Von der Europäischen Zentralbank wird bei ihrer Sitzung am 10. September allgemein eine Anhebung um 25 Basispunkte erwartet, wobei die Märkte laut Reuters eine nahezu hundertprozentige Wahrscheinlichkeit für einen Anstieg einpreisen. Auch die Bank of Japan wird voraussichtlich bei ihrer Sitzung am 18. September die Zinsen anheben, wobei die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 97 Prozent einpreisen.reuters+2
Geopolitische Spannungen sorgten für zusätzliche Komplexität, als die US-Angriffe auf iranische Tanker nahe der Straße von Hormus am Wochenende die Rohölpreise um mehr als 2 Prozent in die Höhe trieben, was die Sorgen um eine energiebedingte Inflation schürte, die die Entscheidungen der Zentralbanken weltweit weiter verkomplizieren könnten.tmgm+1