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axiospoliticomarketscreenerDieselkäufer weltweit kämpfen um ein schrumpfendes Angebot, da Unterbrechungen in Russland und im Nahen Osten die Märkte für raffinierte Produkte verknappen. Die USA stehen im Zentrum eines Wettbewerbs, der sich zum Winter hin weiter verschärfen könnte.
The Wall Street Journal News Corp berichtete am Dienstag, dass Benzin, Diesel und Kerosin um die schrumpfende Raffineriekapazität konkurrieren, was die Preise auf breiter Front nach oben treibt. Der Engpass entsteht, da Russlands Verbot von Dieselexporten, das nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffineriekapazitäten verhängt wurde, eine wichtige Quelle des seeseitigen Angebots vom Markt genommen hat. Russland, der zweitgrößte Dieselexporteur der Welt, verzeichnete einen Einbruch der Verladungen von 400.000 Barrel pro Tag im Juni auf nur noch 234.000 Barrel pro Tag Anfang Juli, weit unter dem Durchschnitt von 2025 von rund 817.000 Barrel pro Tag.wsj+2
Unterdessen haben anhaltende Störungen rund um die Straße von Hormus das Problem weiter verschärft. Laut Axios lagen die Dieselexporte aus Russland, dem Nahen Osten und Asien im Juli um 1,3 Millionen Barrel pro Tag unter dem Vorjahreswert, was "etwa 20 Prozent des globalen Seehandels entspricht", wie die Internationale Energieagentur (IEA) in ihrem Monatsbericht feststellte.axios
US-Raffinerien arbeiten bereits nahe an ihren physischen Grenzen. Die U.S. Energy Information Administration berichtete, dass die heimischen Raffinerien in den letzten Wochen bei rund 97 Prozent der betriebsfähigen Kapazität liefen. Exxon Mobil CEO Darren Woods sagte bei der Ergebnispräsentation des Unternehmens, er habe die weltweit verfügbare Raffineriekapazität im Verhältnis zur Nachfrage "noch nie so niedrig" gesehen wie heute, wobei mindestens 5 Millionen Barrel pro Tag an globaler Kapazität ausfallen. Chevron CEO Mike Wirth warnte, dass das globale Angebot an Diesel und Heizöl "besonders knapp erscheint, insbesondere da die Länder beginnen, sich vor der Heizsaison im Winter einzudecken".politico
Die EIA prognostizierte Anfang des Jahres, dass die US-Bestände an Benzin, Diesel und Kerosin auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2000 fallen würden. Die Dieselpreise an den Tankstellen werden für 2026 nun auf durchschnittlich 4,85 US-Dollar pro Gallone geschätzt.eia+1
Die Aussichten auf eine Linderung des Lieferengpasses bleiben düster. Präsident Trump deutete am Montag an, dass er wenig Interesse daran habe, die abgelaufene Waffenruhe mit dem Iran zu verlängern, was die Hoffnungen auf eine baldige Wiederöffnung der Straße von Hormus zunichtemachte. An der anderen Front nimmt die ukrainische Drohnenproduktion weiter zu, wobei die russische Energieinfrastruktur ein Hauptziel bleibt. "Sofern es keine großen Durchbrüche im Friedensprozess rund um beide Konflikte gibt, werden große Mengen Diesel weiterhin vom Markt abgeschnitten bleiben", schrieb Robert Yawger, Analyst bei Mizuho Securities, in einer Mitteilung.marketscreener+1
"Die Situation wird so schnell nicht verschwinden und könnte sehr wohl noch teurer werden", fügte Yawger hinzu.axios