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reutersreuters+1economictimesDie Aktien chinesischer Hersteller von Optikmodulen fielen am Mittwoch scharf, nachdem Reuters berichtet hatte, dass die Trump-Regierung ein US-Importverbot für neue Modelle chinesischer Rechenzentren-Komponenten ausarbeitet. Dies löste einen breiten Ausverkauf im gesamten Sektor aus.
Der CSI300 Telecommunication Services Index gab im frühen Handel um bis zu 9 Prozent nach, angeführt von schweren Verlusten exportorientierter Optikmodul-Hersteller. Die Papiere von Zhongji Innolight, dem nach Marktkapitalisierung zehntgrößten in China gelisteten Unternehmen, fielen sowohl an den Börsen in Shanghai als auch in Hongkong um rund 8 bis 10 Prozent. Eoptolink Technology verlor mehr als 7 Prozent, während Suzhou TFC Optical Communication um etwa 3,5 bis 6 Prozent nachgab.economictimes+3
Wie Reuters berichtete, arbeitet die US-Fernmeldebehörde FCC an Vorschriften, um die Einfuhr neuer chinesischer optischer Transceiver zu verbieten. Dabei handelt es sich um Komponenten, die Daten über Glasfaserkabel in Rechenzentren übertragen. Die Behörde strebt an, die Maßnahme noch in diesem Jahr zu veröffentlichen, wobei sie jedoch noch geändert oder auf Eis gelegt werden könnte. Die geplanten Beschränkungen sollen Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der KI-Infrastruktur verringern, darunter potenzieller Datendiebstahl, Schadsoftware und Dienstunterbrechungen.investing+1
Der Ausverkauf verdeutlicht die Abhängigkeit chinesischer Optikhersteller vom US-Markt. Zhongji Innolight erwirtschaftete im ersten Quartal 62 Prozent seines Umsatzes in den USA und hatte zuvor gewarnt, dass sich eskalierende Handelskonflikte negativ auf das Finanzergebnis auswirken könnten. Eoptolink erzielt 96 Prozent seiner Einnahmen auf ausländischen Märkten.reuters+1
Die negative Stimmung beschränkte sich weitgehend auf Hersteller von Optikmodulen, während Aktien einheimischer chinesischer Chiphersteller zulegten. Dies verdeutlicht eine gespaltene Entwicklung innerhalb des breiteren KI-Hardware-Sektors.economictimes
Das Analysehaus Jefferies erklärte in einer Studie, das Risiko einer tatsächlichen Durchsetzung des geplanten Verbots bleibe gering. Die Bank bezeichnete den Schritt als mögliche Verhandlungstaktik vor einem erwarteten Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im September. Zudem wies das Analysehaus auf Chinas Exportbeschränkungen für Seltene Erden hin, die die US-Optikindustrie belastet haben.economictimes
Analysten zufolge müssen chinesische Unternehmen künftig womöglich verstärkt ihren Kundenstamm diversifizieren und auf alternative Auslandsmärkte expandieren, um die Abhängigkeit von den USA zu verringern.economictimes