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newscientist+1.newscientist+1.newscientist+1.newscientist+2.newscientist+1.Ein bemerkenswert gut erhaltener, 42.000 Jahre alter gelber Ockerstift, der auf der Krim entdeckt wurde, liefert den bisher stärksten Beweis dafür, dass Neandertaler symbolische Kunst schufen, so eine diese Woche in Science Advances veröffentlichte Studie. Das antike Färbewerkzeug, das nach Jahrtausenden immer noch scharf ist, legt nahe, dass unsere ausgestorbenen Verwandten gezielt Pigmente herstellten, um Linien zu zeichnen und möglicherweise künstlerische Ausdrucksformen zu schaffen.newscientist+1
Der Stift, der 5 bis 6 Zentimeter lang ist, zeigt deutliche Anzeichen gezielter Formgebung und wiederholten Nachschärfens, was darauf hindeutet, dass er als spezialisiertes Markierungswerkzeug aufbewahrt und gepflegt wurde. Francesco d'Errico von der Universität Bordeaux, der das internationale Forschungsteam leitete, betonte die Bedeutung des Fundes: „Dies war ein Instrument, das mehrfach aufbewahrt und umgeformt wurde, was es ziemlich einzigartig macht. Es ist nicht nur ein Stift von der Form her; es ist ein Stift, weil er aktiv als solcher verwendet wurde.“newscientist
Die Entdeckung auf der Krim umfasst einen zweiten, älteren zerbrochenen Stift aus rotem Ocker, der möglicherweise etwa 70.000 Jahre alt ist. Die Forscher führten detaillierte mikroskopische Analysen von 16 Ockerstücken von Neandertaler-Fundstätten auf der Krim und in der Ukraine durch und untersuchten deren Zusammensetzung und Oberflächenmarkierungen, um zu verstehen, wie sie verwendet wurden. Die bewussten Modifikationen und Hinweise auf wiederholten Gebrauch unterscheiden diese Artefakte von einfachen, zweckmäßigen Ockerstücken, die an anderen archäologischen Fundstätten gefunden wurden.newscientist+1
April Nowell von der University of Victoria, die nicht an der Forschung beteiligt war, bemerkte die bewusste Präzision hinter den Werkzeugen: „Man würde ein spitzes Ende an einem Stift nur beibehalten, wenn man beabsichtigt, präzise Linien oder Designs zu erstellen.“ Die Ergebnisse tragen zu den zunehmenden Beweisen bei, dass symbolisches Verhalten tiefe evolutionäre Wurzeln hat, und stellen lang gehegte Annahmen infrage, dass künstlerischer Ausdruck einzigartig für den modernen Menschen sei.newscientist
Diese Entdeckung ergänzt eine wachsende Zahl von Beweisen aus dem Jahr 2025, die die symbolischen Fähigkeiten der Neandertaler dokumentieren. Anfang des Jahres berichteten Forscher über den Fund eines 43.000 Jahre alten Neandertaler-Fingerabdrucks, der in rotem Ocker auf einem Granitkiesel in Spanien konserviert war und einen direkten Beweis für symbolisches Markierungsverhalten darstellt. Der spanische Fund zeigte eine statistische Analyse, die darauf hindeutet, dass die Platzierung des Ockerpunkts nur eine Wahrscheinlichkeit von 0,31 % hatte, zufällig zu sein, was eine bewusste künstlerische Absicht bestätigt.modernsciences+2
Die Stifte von der Krim reihen sich in andere aktuelle Entdeckungen ein, die die künstlerischen Fähigkeiten der Neandertaler zeigen, darunter 57.000 Jahre alte Schnitzereien, die in französischen Höhlen gefunden wurden, und mysteriöse Kreise aus Stalagmiten, die 175.000 Jahre alt sind. Wie Emma Pomeroy von der University of Cambridge feststellte: „Diese kleinen Ockerfragmente vermitteln so viele Informationen. Es ist das kleine Stück Menschlichkeit, mit dem wir uns verbinden können. Es bringt uns diese Individuen wirklich näher.“newscientist