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moderndiplomacy+1fxstreetmoderndiplomacy+1Die Renditen europäischer Staatsanleihen stiegen am Donnerstag nach einem starken Ausverkauf bei US-Staatsanleihen, der durch die Entscheidung der Federal Reserve ausgelöst wurde, die Zinssätze stabil zu halten, während auch die Bank of England die Zinsen inmitten eskalierender Spannungen im Nahen Osten und anhaltender Inflationssorgen unverändert ließ.
Die Rendite der 30-jährigen deutschen Bundesanleihe stieg auf ein Zweimonatshoch und folgte damit der US-30-Jahres-Rendite, die nach der Ankündigung der Fed mit 5,24 Prozent den höchsten Stand seit 19 Jahren erreichte. Die 10-jährige Bundesrendite kletterte auf 3,17 Prozent, während die Rendite der 10-jährigen britischen Staatsanleihe bei 5,03 Prozent lag.moderndiplomacy+1
Das FOMC stimmte mit 9 zu 3 Stimmen dafür, die Zinsen im Bereich von 3,50 bis 3,75 Prozent zu belassen, wobei drei abweichende Stimmen – Hammack, Kashkari und Logan – eine Anhebung um einen Viertelprozentpunkt bevorzugten. Fed-Chef Kevin Warsh gab keine Prognosen ab und forderte die Märkte auf, sich auf das Spiel und nicht auf den Schiedsrichter zu konzentrieren, eine Haltung, die laut Analysten die Glaubwürdigkeit der Zentralbank im Kampf gegen die Inflation untergrub. Der Ausverkauf bei langlaufenden Anleihen spiegelte die wachsende Skepsis der Anleger wider, dass die Inflation, die deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der Fed liegt, ohne weitere Straffungen unter Kontrolle gebracht werden könnte.fxstreet+2
Die Bank of England hielt ihren Leitzins wie erwartet bei 3,75 Prozent, wobei Gouverneur Andrew Bailey die anhaltende Blockade der Straße von Hormus und die breiteren Risiken im Nahen Osten als zentrale Unsicherheiten für den Inflationsausblick anführte. Die Abstimmung im MPC wurde mit 7 zu 2 erwartet, wobei Chefökonom Hugh Pill und das externe Mitglied Catherine Mann als wahrscheinliche Abweichler galten, die eine Anhebung befürworteten.mezha+1
Bailey betonte, dass das im März gegebene Signal – keine Absicht zu schnellen Zinssenkungen aufgrund der Bedrohung durch den US-Iran-Konflikt – weiterhin Bestand habe. Die Terminmärkte deuteten auf eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bis November hin.mezha
Steigende Energiepreise verstärkten den Aufwärtsdruck auf die Renditen. Der Preis für Brent-Rohöl stieg um etwa 2 Prozent, nachdem erneute US-Militärschläge gegen iranische Ziele, darunter Dutzende von IRGC-Standorten, die Sorgen um die globale Energieversorgung verschärften. Berichte über einen Drohnenangriff auf einen US-amerikanischen Gastanker im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta verunsicherten die Märkte zusätzlich.moderndiplomacy+1
Während die kurzfristigen europäischen Anleiherenditen leicht nachgaben – was zu einer Versteilung der Zinskurven führte, da Händler ihre Erwartungen für eine unmittelbare Fed-Anhebung zurückschraubten – hielt die Kombination aus hohen Ölpreisen und geopolitischer Instabilität die langfristigen Renditen deutlich höher. Investoren warten nun auf US-Kern-PCE-Daten und vorläufige BIP-Zahlen für das zweite Quartal, die später am Donnerstag veröffentlicht werden, um weitere Hinweise auf den Inflations- und Wachstumsausblick zu erhalten.fxstreet+2