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esa+1arxiv+1skyandtelescopeAstronomen haben mit dem Hubble-Weltraumteleskop der NASA das erste Schwarze Loch mit Sternmasse in Omega Centauri gefunden, dem größten und hellsten Kugelsternhaufen, der von der Erde aus sichtbar ist. Die Entdeckung, die am 13. Juli 2026 bekannt gegeben wurde, löst ein langjähriges Rätsel um die "fehlenden" Schwarzen Löcher des Sternhaufens – Objekte, deren Existenz theoretisch vorhergesagt wurde, die sich aber jahrzehntelang der Entdeckung entzogen hatten.esa+1
Das Schwarze Loch mit der Bezeichnung oMEGACat BH-2 wiegt 4,46 Sonnenmassen und umkreist alle 94 Jahre einen sichtbaren Begleitstern – was es zum binären System mit der längsten Umlaufzeit macht, das jemals entdeckt wurde. Sein Begleiter ist ein Hauptreihenstern, der nur 20 Bogensekunden vom Zentrum des Sternhaufens entfernt liegt, tief in einer dichten Sternumgebung etwa 18.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.arxiv+1
Die Entdeckung wurde durch die Verfolgung der gekrümmten Bahn des Begleitsterns am Himmel unter Verwendung von Hubble-Archivdaten gemacht, die mehr als 20 Jahre umfassen, ergänzt durch neuere Beobachtungen des James-Webb-Weltraumteleskops, die zusammen eine 23-jährige Basislinie abdecken. Da das System nahe seiner engsten Umlaufbahn – dem Periastron – erfasst wurde, konnten die Forscher die Masse des Schwarzen Lochs genau eingrenzen, obwohl nur eine Teilumlaufbahn beobachtet wurde.arxiv+1
Der Fund ist bemerkenswert, da trotz starker theoretischer Vorhersagen, dass Omega Centauri eine große Population von Schwarzen Löchern mit Sternmasse beherbergen sollte – möglicherweise in die Tausende gehend –, bis jetzt keines direkt bestätigt worden war. Tiefenradio- und Röntgenuntersuchungen sowie Suchen nach Radialgeschwindigkeiten waren alle erfolglos geblieben.arxiv
Das Forschungsteam unter der Leitung von Matthew Whitaker von der University of Utah sowie Mitarbeitern des Max-Planck-Instituts für Astronomie, des Space Telescope Science Institute und anderer Institutionen merkte an, dass die relativ geringe Masse von oMEGACat BH-2 "vielleicht überraschend" sei, angesichts der geringen Metallizität des Sternhaufens, die normalerweise die Bildung schwererer Schwarzer Löcher begünstigt.arxiv+1
Die Entdeckung fügt einer bereits aktiven Debatte über den Inhalt von Omega Centauri eine neue Dimension hinzu. Im Jahr 2024 nutzte ein separates Team Hubble, um Beweise für ein mittelschweres Schwarzes Loch im Zentrum des Sternhaufens mit mindestens 8.200 Sonnenmassen zu identifizieren, obwohl eine nachfolgende Studie argumentierte, dass die zentrale Masse stattdessen durch einen Schwarm von 10.000 bis 20.000 Schwarzen Löchern mit Sternmasse erklärt werden könnte. Der neue Fund eines einzelnen Schwarzen Lochs mit Sternmasse in einem weiten Binärsystem stützt Modelle, die darauf hindeuten, dass eine beträchtliche verborgene Population im gesamten Sternhaufen verbleibt.science.nasa+2
Die Forscher merkten an, dass bestehende Untersuchungen nur einen kleinen Teil des Parameterraums untersucht haben, in dem solche Systeme gefunden werden könnten, was darauf hindeutet, dass wahrscheinlich weitere binäre Schwarze Löcher in Omega Centauri auf ihre Entdeckung warten.arxiv