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reutersdevdiscoursereutersDie Deutsche Bank rechnet nun damit, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen in diesem Jahr noch zweimal anheben wird. Dadurch würde der Einlagensatz bis Dezember auf 2,75 % steigen, da anhaltende Energiekosten und geopolitische Spannungen den Inflationsdruck in der gesamten Eurozone hoch halten.
Die Research-Abteilung der Bank erläuterte die revidierte Prognose in einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung und rückte damit von ihrer früheren Projektion ab, dass die Zinsen bei 2,5 % ihren Höchststand erreichen würden, wie Reuters berichtete. Die Deutsche Bank erwartet eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf der EZB-Sitzung am 10. September, gefolgt von einer weiteren Anhebung um 25 Basispunkte im Dezember.reuters
Die vorherige Prognose stützte sich auf die Erwartung, dass sich der Energiepreisschock als vorübergehend erweisen und das Wirtschaftswachstum stark genug abschwächen würde, um die Inflation von selbst zu dämpfen. Beide Annahmen stehen nun auf dem Prüfstand.devdiscourse+1
Ein anhaltender Konflikt unter Beteiligung des Iran könnte weitere Aufwärtsrisiken für die Inflation schaffen, merkte die Bank an, obwohl die Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt der Eurozone relativ entspannt bleiben und es kaum Anzeichen dafür gibt, dass ein breiterer Preisdruck auf das Lohnwachstum durchschlägt. Die Deutsche Bank hob zudem ihre Inflationsprognose für 2027 von 2,5 % auf 2,7 % leicht an und begründete dies mit der langsamen Weitergabe der Energiekosten an Schifffahrt, Lebensmittel und andere Sektoren.reuters+1
Während 2,75 % nun das Basisszenario der Bank für den Höchstsatz ist, legte sie Szenarien in beide Richtungen dar. Die Zinsen könnten weiterhin bei 2,5 % ihren Höchststand erreichen, wenn sich die geopolitischen Spannungen schneller als erwartet entspannen oder sich das Wachstum erheblich verlangsamt. Ein Schritt über 3 % würde jedoch breitere Anzeichen für einen anhaltenden Inflationsdruck erfordern, die derzeit noch nicht sichtbar sind.thedarksideoftheboom.substack+1
Der revidierte Ausblick reiht die Deutsche Bank in eine wachsende Zahl von Brokerhäusern ein, die in diesem Jahr eine weitere Straffung durch die EZB erwarten. Dies spiegelt die breitere Markteinschätzung wider, dass die Fremdkapitalkosten in der Eurozone angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit länger hoch bleiben werden. Die EZB wird ihre nächste geldpolitische Entscheidung voraussichtlich am Donnerstag, 10. September, bekannt geben. Die Märkte rechnen auf der Sitzung weitgehend mit einer Zinserhöhung.economictimes.indiatimes+1