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japantimes+1financefeedsbusinesstimesDer japanische Yen hat am Freitag die psychologisch wichtige Marke von 160 je Dollar durchbrochen und fiel im New Yorker Handel um bis zu 0,5 % auf 160,20, den schwächsten Stand seit rund einem Monat. Damit schmolz mehr als die Hälfte der Gewinne wieder dahin, die durch die rekordverdächtige koordinierte Intervention der USA und Japans am 31. Juli erzielt worden waren, der ersten gemeinsamen Aktion dieser Art seit 1998.japantimes+1
Auslöser war die falkenhafte Grundsatzrede von Federal-Reserve-Chef Kevin Warsh auf dem Symposium in Jackson Hole, in der er das Inflationsziel der Fed von 2 % als „unverrückbar“ bezeichnete und warnte, dass die Währungshüter beim Thema Preise noch „Arbeit vor sich“ hätten. Nach der Rede stieg die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von etwa 35 % auf fast 60 %. Dies trieb die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen um 11 Basispunkte nach oben und stützte den US-Dollar auf breiter Front.moomoo+1
Das japanische Finanzministerium gab am Freitag bekannt, dass die Behörden zwischen dem 30. Juli und dem 26. August 15,4 Billionen Yen für Interventionen am Devisenmarkt ausgegeben haben, was einen neuen Monatsrekord darstellt. Die koordinierte Aktion drückte den Kurs von USD/JPY zunächst von knapp 164 auf rund 155, doch der Yen schwächte sich stetig ab, nachdem es ihm Anfang des Monats nicht gelungen war, die Marke von 155 nachhaltig zu durchbrechen.businesstimes+2
Rinto Maruyama, Chefstratege bei SMBC Nikko Securities, unterstrich das Ausmaß der Herausforderung: „In diesem Jahr wurden bereits 27 Billionen Yen ausgegeben, dennoch verharrt der USD/JPY-Kurs nahe 160. Dies verdeutlicht, wie stark der grundlegende Druck bleibt, der die Schwäche des Yen antreibt“.news.futunn
Nach dem Durchbrechen der 160er-Marke achten Händler auf Anzeichen für erneute offizielle Schritte. „160 ist kein Bewertungsniveau mehr. Es wird zu einem politischen Niveau. Washington und Tokio haben im mittleren 160er-Bereich effektiv eine politische Linie gezogen“, sagte Masahiko Loo, Senior-Strategist für festverzinsliche Wertpapiere bei State Street Investment Management.businesstimes
Mehrere Analysten rechnen jedoch damit, dass die Behörden vorerst abwarten. Alex Cohen, Devisenstratege bei Bank of America , merkte an, dass „die Behörden wahrscheinlich etwas geduldiger sein werden, da diese Bewegung fundamental vom US-Dollar und den US-Zinsen angetrieben wird“. Geoffrey Yu, Senior-Strategist bei BNY The Bank of New York Mellon Corporation , sagte, Tokio werde wahrscheinlich die Zinsentscheidung der Bank of Japan am 17. und 18. September abwarten, bei der die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 80 % für eine Zinserhöhung einpreisen.fxstreet+1
Hedgefonds haben begonnen, ihre Short-Positionen auf den Yen wieder aufzubauen, nachdem sie ihre bärischen Wetten nach der Intervention zunächst drastisch reduziert hatten. Dies geht aus Daten der Commodity Futures Trading Commission für die Woche bis zum 25. August hervor. Der Leitzins Japans liegt bei 1,00 % gegenüber der Zielspanne der Fed von 3,50 bis 3,75 %. Selbst eine Zinserhöhung der Bank of Japan auf 1,25 % würde einen Abstand von mehr als zwei Prozentpunkten hinterlassen: was ausreicht, um den Carry Trade aufrechtzuerhalten, der den Yen seit Mitte 2025 belastet.fxstreet+1
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf ein bilaterales Treffen zwischen der japanischen Finanzministerin Satsuki Katayama und US-Finanzminister Scott Bessent beim G20-Treffen ab dem 31. August, gefolgt von den US-Arbeitsmarktdaten am 4. September und den aufeinanderfolgenden Zinsentscheidungen der Fed und der BOJ Mitte September.moomoo+1