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bloomberg+1theedgemarketstheedgemarketsDie europäischen Erdgaspreise müssen möglicherweise weit über das aktuelle Niveau hinaus steigen, um sicherzustellen, dass der Kontinent ausreichende Vorräte für den Winter anlegen kann. Davor warnte Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. in einer am Sonntag veröffentlichten Mitteilung.
Die Analystinnen der Bank, Samantha Dart und Laura Cyr, schätzen, dass die TTF-Preise für Dezember 2026, die europäische Benchmark, wahrscheinlich auf über 100 Euro (117 US-Dollar) pro Megawattstunde steigen müssten, wenn sich die Energieexporte aus dem Nahen Osten bis 2027 nur allmählich normalisieren. Dieses Niveau entspricht einem Aufschlag von 110 Prozent gegenüber der Bassprognose von Goldman von 50 Euro pro Megawattstunde.bloomberg+2
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat die Lieferungen durch die Straße von Hormus auf ein Minimum schrumpfen lassen, was den Wettbewerb zwischen Europa und Asien um die begrenzten LNG-Ladungen verschärft. Die niederländischen Frontmonats-Futures, die europäische Gas-Benchmark, stiegen vergangene Woche auf ein Fünfmonatshoch von über 65 Euro pro Megawattstunde, doch laut Goldman reicht selbst diese Rally nicht aus.theedgemarkets+1
„Beim derzeitigen Niveau werden die Preise für Europa nicht ausreichen, um die Speicher über den Winter hinweg zu sichern“, schrieben die Analysten. Nach der Analyse von Goldman müssen die Preise so weit steigen, dass die asiatische LNG-Nachfrage über Preismechanismen gedämpft wird, damit Ladungen nach Europa umgeleitet werden können.bitget+1
Das Auffüllen der europäischen Bestände, das normalerweise in den Sommermonaten stattfindet, hinkt in diesem Jahr hinterher. Bei den derzeitigen Raten werden die nordwesteuropäischen Gasspeicher Ende August zu 51 Prozent gefüllt sein, was 3,4 Prozentpunkte unter dem Basisszenario von Goldman liegt. Dieser Engpass fällt zusammen mit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, einen „ökonomischen D-Day“ gegen den Iran zu planen, wobei neue Sanktionen unmittelbar bevorstehen dürften.theedgemarkets
Ein potenzieller Lichtblick liegt in den Wetteraussichten. Ein Bericht von Rystad Energy in diesem Monat deutet darauf hin, dass eine geringere Heiznachfrage die niedrigen Lagerbestände ausgleichen könnte, falls ein „Super“-El-Niño-Muster die historischen Durchschnittstemperaturen im Winter um mindestens 2 °C ansteigen lässt. Die aktuelle Prognose von Goldman geht jedoch von durchschnittlichen Wintertemperaturen aus, was im Falle eines anhaltenden Konflikts kaum Spielraum für Fehler lässt.theedgemarkets