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japantimes+1reuters+1youtube+1Der US-Dollar schloss die Woche zum 25. Juli mit der stärksten Entwicklung seit über einem Monat, gestützt durch steigende Renditen von US-Staatsanleihen und eskalierende geopolitische Spannungen, während der japanische Yen auf Niveaus fiel, die seit Ende 1986 nicht mehr verzeichnet wurden.
Der Yen erreichte am Donnerstag mit 163,99 pro Dollar ein neues 40-Jahres-Tief, bevor er sich laut Reuters bis zum Freitagsschluss bei rund 163,79 einpendelte. Dies war die schlechteste Wochenperformance des Yen seit Mai, als die Währung im Nachgang historisch hoher Interventionen Japans nachgab.japantimes+1
Das Währungspaar USD/JPY stieg im Wochenverlauf um fast 0,9 Prozent. Auslöser waren ein Anstieg der Ölpreise durch erneute Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran sowie ein Sprung bei den Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen, wobei die richtungsweisende zehnjährige Rendite mit über 4,7 Prozent ein 18-Monats-Hoch erreichte. Die Japan Times berichtete, dass sich die Währung nun der genau beobachteten Marke von 165 pro Dollar nähert, einem Schwellenwert, der Tokio zu Interventionen zwingen könnte.reuters+1
Es wird allgemein erwartet, dass die Bank of Japan die Zinsen auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche unverändert belässt, obwohl Bloomberg News zuvor berichtete, dass Vertreter der BOJ offen für eine schneller als vom Ökonomenkonsens erwartete Zinsanhebung seien.reuters+1
Der US-Dollar-Index hielt sich am Freitag bei 101,47 und verbuchte damit nach mehreren Verlustwochen wieder einen Wochengewinn. Der Vormarsch der US-Währung wurde durch Inflationssorgen gestützt, die durch das Sechswochenhoch von Brent-Öl bei 91,99 US-Dollar pro Barrel zu Beginn der Woche angefacht wurden, während neue Handelsspannungen den Preisdruck weiter verschärften.youtube+2
Das US-Finanzministerium warnte am Donnerstag vor übermäßiger Volatilität des Yen und forderte weitere Zinserhöhungen durch die Bank of Japan. Diese ungewöhnliche Einmischung in die japanische Geldpolitik unterstrich die Sorge Washingtons über Währungsungleichgewichte.reuters
Die Blicke der Finanzmärkte richten sich nun auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve in der nächsten Woche, bei der eine Beibehaltung des Leitzinses erwartet wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli war nach schwächer als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten Anfang des Monats auf etwa 10 Prozent gesunken, doch der anschließende Anstieg der Ölpreise und Anleiherenditen lässt Händler mit Blick auf die mittelfristigen Zinsaussichten vorsichtig bleiben.ssga+1
Der Euro handelte bei rund 1,1412 US-Dollar, während das britische Pfund nahe 1,33 US-Dollar verblieb. Analysten von State Street merkten an, dass die Atempause bei der Inflation zwar den Dringlichkeitsdruck für Fed-Zinserhöhungen genommen habe, neue Risiken bei den Energiepreisen durch den Nahostkonflikt das Bild jedoch verkomplizieren könnten.reuters+1