Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

vai+1manilatimesvai+1Ein internationales Wissenschaftlerteam hat eine der bisher umfangreichsten Sammlungen patientenabgeleiteter Krebsmodelle vorgestellt und Forschern damit neue Werkzeuge an die Hand gegeben, um die Tumorbiologie zu untersuchen und die Entwicklung personalisierter Behandlungen zu beschleunigen. Das am Mittwoch in Nature veröffentlichte Kompendium ist das Ergebnis der Human Cancer Models Initiative, einer zehnjährigen Zusammenarbeit unter der Leitung des National Cancer Institute und Partnern wie Cancer Research UK, dem Wellcome Sanger Institute und Hubrecht Organoid Technology.vai+1
Die Sammlung umfasst 665 Labormodelle, die von 2.780 Spendern mit 25 verschiedenen Krebsarten stammen. Davon enthalten 522 detaillierte klinische Daten, 153 repräsentieren seltene Krebsarten und 71 stammen von Personen nicht-europäischer Abstammung. Jedes Modell ist mit tiefgreifenden genomischen, epigenomischen und transkriptionellen Daten des zugehörigen Tumors gepaart, wodurch molekulare Profile entstehen, die Forschern helfen, Tumoreigenschaften mit experimentellen Ergebnissen zu verknüpfen.nih+1
"Durch die Verknüpfung patientenabgeleiteter Modelle mit detaillierten molekularen und klinischen Daten hat die HCMI einen Rahmen geschaffen, um sowohl unser Verständnis von Krebs als auch die Behandlungsergebnisse für Patienten zu verbessern", sagte Anthony Letai, Direktor des NCI.nih
Ein zentrales Ergebnis der Forschung ist, dass die im Labor gezüchteten Modelle die Biologie der Tumoren, aus denen sie abgeleitet wurden, eng bewahren. Die Analyse von 421 gepaarten Tumor-Modell-Proben zeigte eine Übereinstimmung von 97,8 % bei genetischen Veränderungen, 95 % bei epigenetischen Merkmalen und 92 % bei RNA-Expressionsmustern. Diese Ergebnisse blieben auch nach längerer Kultivierung unter Laborbedingungen stabil.manilatimes+1
"Die Kulturbedingungen für das Wachstum der Organoide haben ihre genetische Ausstattung oder biologischen Phänotypen nicht verzerrt", sagte Louis M. Staudt vom Center for Cancer Research des NCI. "Die Hoffnung und Erwartung ist, dass die enge Ähnlichkeit zwischen dem Tumor eines Patienten und dem abgeleiteten Organoidmodell bedeutet, dass Forscher sie nutzen können, um Schwachstellen zu entdecken, die therapeutisch genutzt werden können".nih
Die American Type Culture Collection, der einzige autorisierte Vertreiber der HCMI-Organoid-Sammlung, bezeichnete die Studie als "genau die Art von unabhängiger, veröffentlichter Validierung fortschrittlicher Modelle, die unser Fachgebiet benötigt".manilatimes
Alle Modelle werden der wissenschaftlichen Gemeinschaft über die ATCC zur Verfügung gestellt, zusammen mit den zugehörigen genomischen, klinischen und molekularen Daten. Der Nature-Artikel wird von Begleitstudien begleitet, die von Forschern des Wellcome Sanger Institute, des Broad Institute of MIT and Harvard und des Cold Spring Harbor Laboratory geleitet wurden. Forscher im Bereich Glioblastom haben die Modelle beispielsweise bereits genutzt, um genetische Merkmale zu identifizieren, die mit einer Resistenz gegen das Chemotherapeutikum Temozolomid verbunden sind, was das Potenzial der Sammlung für die Erforschung therapeutischer Resistenzen verdeutlicht.newsoffice.mit+1
"Diese Modelle sind exzellente Repräsentationen ihrer ursprünglichen Tumoren", sagte Peter W. Laird vom Van Andel Institute, ein Mitautor der Studie. "Wir freuen uns, diese Ressource mit der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu teilen und hoffen, dass sie Durchbrüche in der Krebsforschung beschleunigen wird".vai