Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

today.rtl+1.today.rtl+1.today.rtl+1.nbcrightnow+1.imdb.Der deutsche Regisseur Werner Herzog erhielt am Mittwochabend bei der Eröffnungszeremonie der Filmfestspiele von Venedig den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk, überreicht von Francis Ford Coppola bei dessen erstem öffentlichen Auftritt seit einem Herz-Eingriff Anfang des Monats. Die prestigeträchtige Auszeichnung wurde dem 82-jährigen Filmemacher verliehen, dessen grenzüberschreitendes Werk das Arthouse-Kino seit über fünf Jahrzehnten geprägt hat.
Coppola, der sich am 5. August einem geplanten Eingriff wegen Vorhofflimmerns unterzog, überreichte die Auszeichnung seinem langjährigen Freund mit charakteristischer Eloquenz. "Ich bin hierher gekommen, um Werner Herzog zu preisen, und es reicht nicht aus, ihn bloß zu preisen", sagte der 86-jährige Regisseur vor dem hochkarätigen Publikum in der Sala Grande. "Man muss sich darüber freuen, dass jemand wie er tatsächlich existieren kann. Wenn Werner irgendwelche Grenzen hat, bin ich mir nicht sicher, welche das sein könnten."today.rtl
Die Zeremonie markierte einen bewegenden Moment in der Filmgeschichte, als beide legendären Filmemacher vor der Preisverleihung Hand in Hand über den roten Teppich gingen. Laut dem Hollywood Reporter beschrieb Coppola Herzog als "ein unbegrenztes Phänomen, das in jedem Winkel des Kinos arbeitet" und bezeichnete seine Werke als "alle einzigartig und sehr verschieden voneinander und großartig."today.rtl
Herzog, 1942 in München geboren, hat in seiner produktiven Karriere mehr als 70 Filme geschaffen und sich als Pionier des Neuen Deutschen Films etabliert. Seine Dankesrede spiegelte seinen philosophischen Ansatz zum Filmemachen wider: "Ich habe immer versucht, nach etwas zu streben, das tiefer geht als das, was man normalerweise in Kinos sieht, eine tiefe Form von Poesie, die im Kino möglich ist."nbcrightnow
Das furchtlose Streben des Regisseurs nach unkonventionellem Geschichtenerzählen hat ihn an entlegene Orte auf der ganzen Welt geführt, vom Amazonas-Regenwald für "Aguirre, der Zorn Gottes" (1972) bis zu aktiven Vulkanen für "Into the Inferno" (2016). Seine Zusammenarbeit mit Klaus Kinski brachte mehrere gefeierte Filme hervor, darunter "Fitzcarraldo" (1982), berühmt für seine ehrgeizige Szene, in der ein Dampfschiff einen Hügel im peruanischen Dschungel hinaufgezogen wird.
Der künstlerische Leiter des Festivals, Alberto Barbera, der die Auszeichnung im April ankündigte, lobte Herzog als "einen physischen Filmemacher und unermüdlichen Wanderer", der "ständig den Planeten Erde durchquert, um bisher ungesehene Bilder zu verfolgen" und dabei "die Grenzen der Filmsprache testet."imdb
Herzog kam mit seinem neuesten Dokumentarfilm "Ghost Elephants" nach Venedig, der am Donnerstag außerhalb des Wettbewerbs Premiere feiert. Der 99-minütige Film folgt der jahrzehntelangen Suche von Dr. Steve Boyes nach einer mysteriösen Elefantenherde im abgelegenen Hochland von Angola. Laut dem Programm von Venedig beschreibt Herzog das Projekt als "eine Erkundung von Träumen, von Vorstellungskraft – abgewogen gegen die Realität."ctvnews
Während seiner Dankesrede drückte Herzog seine Dankbarkeit gegenüber Coppola für jahrzehntelange Freundschaft und Unterstützung aus, einschließlich der Tatsache, dass er ihn seiner Frau vor fast drei Jahrzehnten vorgestellt hatte. Der Regisseur betonte seinen anhaltenden kreativen Antrieb: "Ich habe immer danach gestrebt, ein engagierter Soldat des Kinos zu sein, was Ausdauer, Loyalität, Mut und ein Pflichtgefühl erfordert."today.rtl
Die Filmfestspiele von Venedig, die bis zum 6. September laufen, markieren den inoffiziellen Beginn der Preisverleihungssaison, wobei Herzogs Anerkennung das Engagement des Festivals unterstreicht, die filmische Kunst über Generationen hinweg zu feiern.
Die 82. Internationalen Filmfestspiele von Venedig wurden am Mittwochabend mit Paolo Sorrentinos "La Grazia" als Eröffnungsfilm eröffnet, was den Beginn der prestigeträchtigen 11-tägigen Feier des Kinos auf dem Lido markiert. Die italienische Schauspielerin und Autorin Emanuela Fanelli stand als Gastgeberin sowohl der Eröffnungs- als auch der Abschlusszeremonie im Mittelpunkt und brachte ihre unverwechselbare Mischung aus Komödie und Drama in die wichtigsten Momente des Festivals ein. Bekannt für ihre Vielseitigkeit und ihre Fähigkeit, zeitgenössische Ironien durch ihre persönliche Perspektive einzufangen, wird Fanelli auch die Preisverleihung am 6. September leiten, wenn die Goldenen Löwen und andere offizielle Preise bekannt gegeben werden.labiennale+1
Die Eröffnungszeremonie in der Sala Grande zog ein hochkarätiges Publikum an, das nicht nur die Filmpremiere, sondern auch die Verleihung der Auszeichnungen für das Lebenswerk miterlebte. Das Programm des Abends umfasste Ehrungen für Filmlegenden, wobei das Festival bis zum 6. September läuft und ein umfangreiches Programm internationaler Filme bietet, die um den begehrten Goldenen Löwen konkurrieren. Das diesjährige Festival setzt die Tradition von Venedig als offizieller Startschuss der Preisverleihungssaison fort, wobei seine FIAPF-Anerkennung seinen Status als eines der wichtigsten Filmfestivals der Welt festigt.labiennale+1