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bbc+1independent+1bbc+1Prinz Harry, Elton John und fünf weitere prominente Kläger wurden nach dem Verlust ihrer Klage wegen Verletzung der Privatsphäre dazu verurteilt, 9,54 Millionen Pfund – etwa 13 Millionen Dollar – an den Verlag der Daily Mail zu zahlen, entschied ein britisches Gericht am Freitag.bbc+1
Richter Matthew Nicklin ordnete die Zahlung an Associated Newspapers Limited bis zum 28. August um 16 Uhr an, nachdem die Klage am 7. Juli abgewiesen worden war. Der Richter entschied, dass die Kosten auf Basis einer vollständigen Entschädigung (indemnity basis) zu bewerten seien, ein für den Verlag günstigerer Standard, da die Kläger ein Verfahren verfolgt hätten, das "in hohem Maße unvernünftig" war.chroniclelive+1
Die sieben Kläger – Harry, Elton John, David Furnish, Baroness Doreen Lawrence, Elizabeth Hurley, Sadie Frost und der ehemalige liberaldemokratische Abgeordnete Simon Hughes – hatten behauptet, Associated Newspapers habe rechtswidrige Methoden wie Telefon-Hacking und Überwachung eingesetzt, um private Informationen für Artikel zu beschaffen, die zwischen 1997 und 2015 veröffentlicht wurden.independent+1
Nach einem elf-wöchigen Prozess wies Nicklin alle Klagen ab und kam zu dem Schluss, die Vorwürfe seien "spekulativ und weitgehend auf Vermutungen gestützt" und entbehrten einer soliden Beweisgrundlage. In der Kostenentscheidung vom Freitag sagte der Richter, es sei "auffällig", dass "nicht ein einziger Vorwurf schwerwiegenden Fehlverhaltens" von den Klägern freiwillig zurückgezogen wurde, trotz der Beweisprobleme.bbc+1
Associated Newspapers bezifferte seine gesamten Rechtskosten auf 34,5 Millionen Pfund, eine Summe, die das Gericht als "außergewöhnlich hoch" bezeichnete. Die Kläger verfügen über eine Versicherung, die nur etwa 16 Millionen Pfund abdeckt, was bedeutet, dass Harry und die anderen mit einer zusätzlichen Rechnung von etwa 18 Millionen Pfund aus eigener Tasche konfrontiert sein könnten.chroniclelive+1
Nicklin lehnte es ab, eine Obergrenze für erstattungsfähige Kosten festzulegen, merkte jedoch an, dass die Forderung von 34,5 Millionen Pfund "überhöht" erscheine, und fügte hinzu, dass die Kostenfestsetzung "kein Blankoscheck" sei. Der endgültige Betrag wird in einer späteren Anhörung festgelegt, möglicherweise vor einem spezialisierten Kostenrichter.bbc+1
Die Kläger haben bis zum 2. Oktober Zeit, um eine Berufungserlaubnis zu beantragen.bbc
Das Urteil schließt den letzten von Harrys drei Prozessen gegen britische Boulevardzeitungsverlage ab. Er gewann 2023 einen Schadensersatz von 140 600 Pfund gegen die Mirror Group Newspapers wegen Telefon-Hackings, und die News Group Newspapers, Herausgeber der Sun, gaben eine "vollständige und unmissverständliche Entschuldigung" ab und zahlten in einem separaten Vergleich erheblichen Schadensersatz.san+1
Associated Newspapers bezeichnete die Entscheidung vom Freitag als "einen weiteren überwältigenden Sieg" und "eine vernichtende Kritik an einem Versuch, eine Zeitung zu zerstören". Der ehemalige Abgeordnete Simon Hughes sagte, er sei "enttäuscht und überrascht" und erwäge eine Berufung.independent+1
Das Urteil ergeht nur wenige Tage, nachdem Harry und seine Frau Meghan Pläne bekannt gegeben haben, ihre Familie noch in diesem Monat von Kalifornien zurück nach Großbritannien zu verlegen.bbc+1